Dienstag, 21. März 2017

Schreiben, Lesen, Schreiben, Buchmesse, Schreiben

Ich muss sagen, es läuft. Ganz ehrlich, ich komme beim Schreiben in letzter Zeit besser voran, als in den ganzen letzten Monaten. Das liegt wohl daran, dass ich jetzt beim Überarbeiten meines Manuskripts so weit bin, dass ich mein handgeschriebenes Zeug nur noch eintippen muss, weil die Qualität des Geschrieben endlich gut genug ist. Das kommt davon, wenn man acht Jahre braucht, um ein Buch zu schreiben. Der Stil ändert sich und wow! hat sich mein Stil verändert. Ihr wollt nicht die ersten zehn Kapitel meines ersten Manuskripts lesen, damals als ich 12/13 Jahre alt war. Aber gut, besser spätere Entwicklung als gar keine.

Ich hab mir sonst immer vorgenommen mindestens eintausend Wörter am Tag zu schaffen. Wenn ich denn mal meine tägliche Schreib-Routine einhielt. Mittlerweile sind das teilweise bis zu fünftausend Wörter geworden, was mich echt freut. Hier und da überarbeite ich auch schon beim abtippen, weil ich merke, dass ich Tendenzen habe sehr Shakespeare-mäßig zu werden; also sehr ausschweifend und wiederholend in meinen (emotionalen) Beschreibungen, obwohl der Leser schon seit fünf Sätzen verstanden hat worum es denn geht. Deswegen bin ich jetzt schon gezwungen hier und da Abzüge zu machen. Allerdings merke ich auch, dass ich Sachen hinzufüge, weil das Ideen oder Gedanken sind, die ich ich vor drei Jahren noch nicht hatte. Das bezieht meist wieder auf irgendwelche wichtigen Background oder Worldbuilding Details, über die ich mir damals noch keine Gedanken gemacht habe, aber jetzt eine ganz interessante Rolle spielen.

So komm ich dem Ende mit jedem Tag näher und näher. Gute 140 Seiten muss ich noch abtippen, dann steht zumindest mal das ganze Dokument in meinem Computer. Damit wäre dann wenigstens das zweite Manuskript fertig und ich kann mich an wichtigere Überarbeitungen ransetzen, von denen ich jetzt schon weiß, dass die mich zwar nerven werden, aber auch wichtig sind.

Die Extra-Zeit, die ich in meine Schreibereien stecke, gehen beim Lesen allerdings verloren. Ich hab in Februar und März es bisher geschafft nur zwei Bücher zu lesen und einige Mangas. Das Problem ist, dass ich in den Ferien nicht meine täglichen Bahnfahrten habe, in denen ich sonst jeden Morgen lese. Und hier Zuhause beschäftige ich mich meist mit meinen Serien und Filmen oder arbeite an meinem Buch und da bin ich abends zu müde, um nochmal ein Buch zu Hand zur nehmen. Na ja, aber ist ja nicht so, dass ich gar nicht mehr lese. Vor ein paar Tagen hab ich endlich angefangen J.K. Rowlings "A Casual Vacancy" (Ein Plötzlicher Todesfall) zu lesen. Das ist mein erstes Buch von ihr, dass nichts mit Harry Potter zutun hat, worüber ich sehr aufgeregt bin, eben auch weil ich meist gemixte Reviews zu diesem Buch gesehen habe. Ich bin noch nicht sehr weit, dreißig Seiten oder so, aber ich muss sagen, dass es mir wenigstens vom Stil her immer noch genau so gut gefällt, wie Rowlings andere Bücher.

Diese Woche steht auch endlich wieder die Buchmesse in Leipzig an und ich freu mich schon riesig drauf! Ich werde jeden Tag mit ein paar Freunden da sein und wir drängeln uns durch die Massen und versuchen dabei keine Panikattacke zu bekommen. Hat letztes Jahr mit viel Selbstbeherrschung und Augenzu bei mir einigermaßen funktioniert. Was tut man nicht alles für seine geliebte Lektüre? Ich werde die größte Zeit wieder in der Halle 1, also auf der Anime-Convention verbringen, weil das eben mein Bereich ist, da kann ich immer ganz Geek sein. Aber ich denke mal, dass ich auch mal in den anderen hallen rumschauen werden, schließlich gibt es ja einiges zu entdecken. Ich freu mich auch schon drauf wieder im Cosplay unterwegs zu sein, die LBM ist der einzige Ort jedes Jahr, wo ich das mal öffentlich machen kann. Für dieses Jahr stehen Edward Nygma und Oswald Cobblepot aus Gotham und Jim Moriarty aus Sherlock auf dem Plan. Wenn ihr mich sehen solltet, nicht erschrecken oder denken ich wirke anders als sonst. Ich bin zwar ängstlich, aber auf der Buchmesse sind wir ja alle irgendwie gleich drauf, da vereint uns alle die Liebe für Literatur.

Das wird also eine aufregende Woche, aber wenigstens läuft ansonsten alles gut. Ich sollte mich zwar mal wieder mehr meinen Büchern widmen (im Sinne von lesen), doch dass es beim Schreiben so gut vorangeht ist auf jeden Fall echt gut. Wenn ihr da noch mehr zu erfahren wollt, wie es beim Schreiben läuft, checkt einfach mal meinen YouTube-Kanal, da habe ich mit einem neuen Videoprojekt angefangen. Apropos schreiben, da sollte ich mich jetzt mal wieder ranmachen, ich hab heute noch gar nichts für mein Buch gemacht.

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