Nach nicht einmal 24h Stunden habe ich dieses Buch durchgelesen. Ich muss ja zugeben, dass ich mit einer Mischung aus Hype und Zweifel dieses Buch gelesen hab. Hype, weil ich eben die Autorin von YouTube kenne, großer Fan von ihr bin und sie auch auf der Buchmesse kurz habe treffen dürfen. Da ist man natürlich schon gespannt. Aber ich hatte eben auch etwas gesunden Zweifel, eben weil ich nicht wollte, dass mein Hype für die Autorin meine Meinung zum Buch beeinflusst. Und jetzt kann ich sagen, dass mich das Buch zwar nicht mega begeistert hat, es aber dennoch eine angenehme Lese-Erfahrung war. Und normalerweise bin ja nicht der große Review-Schreiber, aber eben, weil ich so gespannt auf dieses Buch war, habe ich mich zu einer ausführlicheren Rezension hinreißen lassen.
Die Story
In diesem Buch geht es um die Studentin Ray, die an einem miesen Tag von der hübschen Kára getröstet wird. Diese offenbart, dass Ray die Heldin einer Prophezeiung ist und angeblich durch den Tod eines Eisriesen das Ende der bekannten Götterwelt herbeibringen wird. Natürlich gerät Ray zwischen die Fronten und trifft auf Götter wie Loki, Thor und Tyr und sie weiß nicht, wem sie trauen kann und was in dieser nordischen Sagenwelt alles auf sie wartet.
Im Grunde eine interessante und solide Story, das kann man auf jeden Fall sagen. Ich mag, dass hier mit diesem Prophecy Thema gespielt wird, das passt sehr gut zu dieser Art Setting und gibt auch eine gute Struktur für den Verlauf vor.
Man muss sagen, dass die Story sehr schnell verläuft, und man das Buch eben auch relativ fix durchliest. Das liegt zu einem an dem angenehmen Schreibstil, aber auch daran, dass eben die Charaktere selbst auch schnell vorankommen. Man bleibt nie irgendwie allzu lang an einem Ort. Ein Kapitel Berlin, nächstes Asgard, nächstes Gefängnis, dann sind wir schon wieder aus dem Gefängnis, wieder in den Wald usw. Das sorgt dafür, dass man eben wissen will, was passiert, man geht mit den Helden (wortwörtlich) mit und will wissen, was ihnen denn an diesen Orten passieren wird. Allerdings hätte ich mir vielleicht manchmal gewünscht an einem Ort wenigstens etwas länger zu bleiben, um etwas Spannung oder ein Gefühl für das Setting zu bekommen.
Hin und wieder muss ich sagen, war ich über manche Sachen verdutzt, die passierten, oder erklärt worden, weil ich nicht ganz sicher war, ob ich die jetzt richtig verstanden hatte.
Zum Beispiel wurde mehrmals hervorgehoben, dass die Grenzen zwischen den Welten versperrt bzw. überwacht werden und das Reisen zwischen den Welten von Odin verboten wurde und daher quasi untersagt ist. Und trotzdem reisen Ray und ihre göttlichen Kumpanen von Midgard nach Asgard uns sonst wohin und ich denk mir "Moment! Ich denke da war was mit Grenzen? Oder gilt das nicht für Götter? Aber Kára z.b. ist ja eine Walküre...?" Ja, da war ich mir manchmal nicht sicher wie ich das zu verstehen hatte.
Auch bei der Prophezeiung gab's manchmal Ungereimtheiten. Nicht, was die Prophezeiung an sich ist und bedeutet, das ist klar, was ich sehr begrüße. Aber einfach, was so die Reaktionen bzw. Umgehen von den Göttern mit dieser Prophezeiung angeht. Odin ist wütend, weil die Nornen einen goldenen Faden zugelassen haben, also hätte man das verhindern können? Die Nornen sagen dann, dass sie nichts machen konnten, der Faden ist einfach aufgetaucht. Also was jetzt? Wie hätten sie das denn dann aufhalten sollen, wenn es Schicksal ist und nicht beeinflusst werden konnte? Außerdem sagt Odin später, dass die Heldin nur durch seine Hand oder das Schicksal sterben darf. Zuerst schickt er einen Gott, um Ray zu holen, aber als er dann den zweiten Gott schickt, soll der Ray gleich umbringen! What?! Ich denke es gibt Regeln? Ja, manchmal hat es mich einfach ein wenig irritiert wie da genauere Regeln in der Götterwelt gehandelt worden.
Aber man muss trotzdem sagen, dass diese kleinen Ungereimtheiten die Story nicht im Großen und Ganzen stören. Die Story hat einen guten Flow, es gibt ein paar Überraschungen und eine interessante Reise und es ist alles größtenteils logisch wie es abläuft. Vielleicht hätte ich mir für das Ende noch etwas mehr gewünscht bei der Klimax, aber es war in Ordnung und die Story zu einem runden Ende gebracht. Was ich von dem Epilog halten soll weiß ich nicht wirklich... Da ich jetzt weiß, dass es kein direktes Sequel, sondern nur Prequel geben wird, frag ich mich, was genau dieser Epilog dann sollte, wenn wir darauf keine Antwort bekommen. Aber ich habe Hoffnung, dass da irgendwann noch was kommen wird, und bis dahin gibt das wenigstens genug Stoff für die Leser zum nachdenken.
Die Charaktere
Ray ist unsere Protagonistin, und sie ist das klassische Bild unseres ungewollten Held, der in eine fremde Welt geworfen wird, und sich plötzlich mit seltsamen Figuren konfrontiert sieht. An sich hat mir Ray ganz gut gefallen, man kann sich in ihre Situation gut hineinversetzen und verhält sich größtenteils so wie man es glaube ich von so einer Situation nur erwarten kann. Ich hätte mir gern noch etwas mehr Aktion von Ray innerhalb der Story gewünscht. Sehr oft wird sie eben nur von den Göttern "umhergezogen" und von einem Ort zum anderen gebracht, da mal gerettet, hier mal ausgeholfen. Sie hat durchaus ihre Momente, so ist es ja nicht, aber ich hätte mir vielleicht einfach noch etwas mehr Eigeninitiative gewünscht, vor allem von einem Mädchen, das mehrmals betont, dass sie unbedingt so independent sein weil und nicht gern bevormundet wird. Außerdem fand ich ihre Reaktionen manchmal einfach blöd, weil sie sich mehrmals entschließt in Situationen wegzurennen, wo es gerade nicht angebracht ist. In einer fremden Stadt rennt sie weg von der einzigen Person, die sie da kennt und ihr Unterschlupf bieten kann, weil sie grade mal einen Streit hatten. In einer fremden Welt, rennt sie inmitten eines gefährlichen Waldes weg, von der Person, die sie zwar angelogen hat, aber sie auch als einziges durch die Welt führen und beschützen kann. Girl, denk auch mal nach, wo du bist! Aber Ray ist zum Glück nicht eine von diesen nervigen, schüchternen Protagonisten, die man in vielen Stories dieser Art sieht und dafür bin ich sehr dankbar! Ray hat vor allem einen coolen trockenen, sarkastischen Humor, der gerade im Dialog sehr gut zur Geltung kommt und ihre Reaktion auf die Götter-Sachen sind schon ganz lustig zu lesen.
Unsere Nebencharaktere sind, muss ich sagen, noch etwas besser/interessanter, als Ray.
Kára ist einfach mal cool, badass und wunderbar zu lesen. Sie hat eine sehr schöne Verbindung zu Ray und die Freundschaft der beiden war mit eins meiner liebsten Dinge in diesem Buch. Man merkt schon, dass so einiges hinter Kára steckt, sie ist badass aber eben auch emotional und sie eigentlich wirklich so das perfekte Beispiel für strong female character.
Und natürlich kommt in diesem Buch auch Loki vor! Und er ist genauso, wie wir ihn kennen: unberechenbar, charmant, fies und lustig. Er ist einfach ein Charakter, der immer Spaß macht zu lesen, weil man nie genau weiß, was mit ihm als nächstes kommt. Ich hatte ja etwas Angst, dass Loki zu sehr wie sein Marvel Counterpart sein würde, aber das ist nicht unbedingt der Fall. Er wird nicht übernutzt, hat aber seinen Platz in der Story und es macht Spaß ihn in dieser Story zu erleben.
Thor ist ebenfalls wie wir ihn kennen: etwas zu sehr von sich und seinen Kräften eingenommen, starrköpfig, hat aber auch seine emotionaleren Momente. Als Charakter war er jetzt nicht weiter auffällig, was aber nicht heißt, dass er ein schlechter Charakter ist. Er ist so wie ich ihn mit vorgestellt habe, und erfüllt seine Rolle in dieser Story und hat auch einige gute und unterhaltsame Momente.
Und dann haben wir noch Tyr. Von ihm lesen wir, glaube ich, neben Ray mit am meisten und trotzdem bin ich mir nicht so sicher, was ich genau von ihm denken soll. Was interessant ist, ist dass er zu einem anderen Charakter wird, als ich zu Beginn, wenn man das erste Mal von ihm liest, gedacht habe. Ich hätte mir gern etwas mehr Einblick oder Heraushebung seines Charakters gewünscht, weil ich ehrlich gesagt, nicht genau weiß wie ich Tyr beschreiben sollte. Seine Rolle in der Story ergibt durchaus Sinn und er hat einige schöne Momente mit den anderen Charakteren, aber ich hätte mir hier bei ihm einfach noch etwas mehr gewünscht.
An sich sind die Charaktere alle in Ordnung, einige etwas runder, andere nicht so, aber das stört beim lesen nicht wirklich. Was Motivation dieser Charaktere angeht, hat mich hier manchmal sehr die sprunghafte Meinungsänderung überrascht. Von einem Moment auf den anderen ändern Figuren plötzlich ihre Motivation, Ray akzeptiert mir die ganze Göttersache etwas zu schnell und da ist das Character Development nicht ganz so smooth wie man es gern hätte. Es gibt auch eine mini Lovestory, die ich nicht weiter spoilern will, aber dazu kann ich sagen: die Gefühle, die diese beiden Charaktere für einander haben, hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Also, ich hab nicht ganz verstanden, warum und woher den jetzt plötzlich diese Anziehung kam. Da wurde mir nicht genug ins Detail gegangen. Aber glücklicherweise ist diese Liebesgeschichte nur eine kleine Nebensache in diesem Buch und wird nicht irgendwie allzu weit ins Zentrum für die Charaktere gerückt.
Wahllose Dinge/Momente, die mir gefallen haben
- Ray sagt laut "Willst du mich verarschen?" und ein alter Mann schüttelt entrüstet den Kopf über die Jugend von heute
- Odin fragt nach Freiwilligen und als Thor sich meldet reagiert er nach dem Motto "ähhhhh, ja, vielleicht jemand anderes...?" :'D
- Siegfried gehört zu den Helden
- Vor ihren Augen verwandelt sich ein Gott in eine riesige wahre Gestalt und Ray nur so "aha."
- Ray streichelt einen riesigen Hund
- und einfach einige coole kleine Twists und Turns, die die Story auflockern
Wahllose Dinge/Momente, die mir nicht gefallen haben
- Ray will in Berlin, in einer ihr fremden Stadt, in eine Bar gehen und Kára, die sich in Berlin auskennt, sagt, dass sie dort nicht hingehen sollten, weil es eine unangenehme Gegend ist. Und Ray will trotzdem unbedingt gehen und wundert sich über Kára. Girl! Wenn mein Freund mir sagt, dass diese Bar in seiner Heimatstadt gefährlich ist, bestehe ich nicht weiterhin drauf dahin zu gehen, sondern glaube meinem Freund!
- Eine Zeit lang muss Ray im Buch still sein und darf sich nicht umdrehen, sonst passiert etwas schlimmes. Du willst mir nicht erzählen, dass sie während des ganzen Chaos, dass ihr in der Zwischenzeit widerfährt, nie mal unbeabsichtigt was sagt, schreit oder sich umschaut?!
- Ray adaptiert randomly diese stelzige Art und Weise zu reden wie die Götter und klingt manchmal einfach sehr merkwürdig für eine 23 Jährige aus dem 21. Jahrhundert
- Das eine Mal, wo sie mal die Hilfe von den anderen tatsächlich bräuchte, sagt sie, dass sie es alleine macht, einfach nur weil "Helden sind immer auf sich allein gestellt, nicht wahr?" und ich denk mir so "warum gerade jetzt?!"
- jemand fällt 10 Meter wo runter, und wird kurz ohnmächtig und hat ein paar Schmerzen. Dude! Wenn ich 10 Meter wo runterfalle, dann sind die Chancen groß, dass ich irgendwo einen durchgeknacksten Knochen habe!
Fazit
"Die Götter von Asgard" ist ein sehr schönes, kleines Buch, das einem gute und schnelle Unterhaltung für Zwischendurch bringt. Das Konzept mit den nordischen Sagen ist immer interessant zu lesen und wird hier wirklich gut aufgearbeitet und sehr gut beschrieben. Die Charaktere mangeln vielleicht etwas an Detail, machen aber trotzdem Spaß zu lesen und haben coole Dialoge. Man will einfach wissen, was mit diesen Leuten passiert. Der Schreibstil ist sehr angenehmen, nicht zu komplex, nicht zu schlicht und bringt einen sehr gut und schnell durch die Story. Die Story an sich ist solide, nicht das ober großartigste, aber dennoch unterhaltsam und bringt einen hübsches, kleines Abenteuer. Das Buch hat seine Macken, einige groß, andere klein, was Erklärungen, Logik und Motivation angeht. Aber über diese Sachen kann man größtenteils hinwegsehen und stören nicht das große Ganze allzu sehr. Ich hab mich unterhalten gefühlt, fand das Buch jetzt nicht "Wow!", aber trotzdem gut und würde es auf jeden Fall empfehlen, wenn man etwas lustiges, unterhaltsames für Zwischendurch sucht.
Wertung: 3 von 5 Sternen
Ich schreibe Geschichten und lese Bücher stets mit einer Tasse Tee an meiner Seite.
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Dienstag, 20. März 2018
Review - Verschwörung
Ich habe die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson mit sehr großer Begeisterung letztes Jahr gelesen. Mikael und Lisbeth gehören mittlerweile mit zu meinen liebsten literarischen Charakteren. Leider verstarb Stieg Larsson kurz nachdem er die drei Bücher beendet hatte, obwohl noch mehr geplant war. Entgegen den Willen von seiner langjährigen Partnerin wurde im Namen der Larsson-Familie jemand gesucht, der die Geschichte von Mikael und Lisbeth weiterführen sollte. Ich gebe zu, dass ich misstrauisch war. David Lagerncrantz ist kein Stieg Larsson. Aber ich mag diese Charaktere einfach zu sehr, als nicht auch das nächste Buch zu lesen, was von ihnen handelt. Also: wie hat David Lagerncrantz das Vermächtnis von Stieg Larsson weitergeführt?
Ich weiß auch nicht... Das Buch ist nicht wirklich toll, es ist aber auch nicht absolut furchtbar. Es ist einfach nur "meh". Was wahrscheinlich fast noch schlimmer ist.
Der Schreibstil von Lagercrantz, muss ich sagen, hat mich teilweise schon an Larsson erinnert, mit dem langsamen Storyaufbau und den vielen (teilweise unnötigen) Details, man konnte da schon so einen Larsson Unterton spüren, mehr aber auch nicht.
Die Story fängt langsam an, sehr langsam. Was ich aber von Larsson gewohnt war, weswegen ich dachte die Story wird schon noch Fahrt aufnehmen. Aber nein. Die Story hat interessante Ansätze und sogar teilweise interessante Charaktere und die Basics sind da, aber... Die ganze Zeit im letzten Drittel hab ich auf den Showdown, auf das spannende Finale, auf ein spannendes Ereignis gewartet, aber nein. Nichts, rein gar nichts. Das Buch plätschert so vor sich hin und hört dann auf und ich sitze da und denke "Wo ist die Spannung?!" Ich muss anmerken, dass es mir mit Larssons Büchern (bis auf's erste) ähnlich ging, aber da gab es am Ende wenigstens immer erkennbare Höhepunkte und Showdowns, aber bei Lagercrantz? Nicht wirklich. Und wow, dieser aller letzte Satz...What the hell is that supposed to be?!
Die Charaktere sind oberflächlich okay, Mikael und Lisbeth scheinen so zu sein wie wir sie kennen. Aber irgendwie nicht ganz. Mikael ist irgendwie nicht so charismatisch und investigativ wie man es gewohnt ist. Und Lisbeth wird irgendwie fast nur auf ihre Faszination für Mathe in diesem Buch reduziert. (Ich hab's verstanden, Lagercrantz! Du hast die anderen Bücher gelesen!) Irgendwie hat da dieser übliche Charm gefehlt. Weil bei Larsson hat mich eine etwas langweiligere Story nicht so gestört, weil die Charaktere so toll waren und die Story tragen konnten. Aber Lagercrantz schafft das nicht ganz. Ja, Mikael und Lisbeth sind da, aber sie machen nicht viel, oder benehmen sich nicht so wie man es gewohnt ist. Weiß nicht, irgendwas hat da was gefehlt.
Der "Antagonist". Holy shit! Ist nicht dein ernst, oder? Wir machen wirklich die Psychopathen-Routine? Wirklich?! Das klingt wie aus einem schlechten Action Film. Und dann bekommen wir nicht mal allzu viel von ihr mit oder warum, wie, was überhaupt richtig mit ihr abläuft. Aber sie taucht trotzdem jetzt einfach in diesem Buch aus dem Nichts auf und ist unser böser Psychopath. Nein, einfach nein. Lagercrantz, das kauf ich dir nicht ab. Das ist einfach bloß dämlich, und ich konnte nicht ernsthaft glauben, dass du mit so was ankommst.
Alles in allem, ich fand das Buch nicht mega schlecht, aber so richtig gefallen wollte es mir auch nicht. Ich werde den nächsten band von Lagercrantz mal ansehen, einfach weil ich Hoffnung habe, dass er gelernt hat etwas besser mit den Charakteren und der Story umzugehen. Aber hier hat es einfach nur zu einem langweiligen Plot geführt, der eine gute Basis hatte, aber nur so vor sich hinplätschert, zusammen mit Charakteren, die sich alle entweder nervig anfühlen, oder so, als würde ihnen irgendwas wichtiges fehlen.
Wertung: 2 von 5 Sternen
Ich weiß auch nicht... Das Buch ist nicht wirklich toll, es ist aber auch nicht absolut furchtbar. Es ist einfach nur "meh". Was wahrscheinlich fast noch schlimmer ist.
Der Schreibstil von Lagercrantz, muss ich sagen, hat mich teilweise schon an Larsson erinnert, mit dem langsamen Storyaufbau und den vielen (teilweise unnötigen) Details, man konnte da schon so einen Larsson Unterton spüren, mehr aber auch nicht.
Die Story fängt langsam an, sehr langsam. Was ich aber von Larsson gewohnt war, weswegen ich dachte die Story wird schon noch Fahrt aufnehmen. Aber nein. Die Story hat interessante Ansätze und sogar teilweise interessante Charaktere und die Basics sind da, aber... Die ganze Zeit im letzten Drittel hab ich auf den Showdown, auf das spannende Finale, auf ein spannendes Ereignis gewartet, aber nein. Nichts, rein gar nichts. Das Buch plätschert so vor sich hin und hört dann auf und ich sitze da und denke "Wo ist die Spannung?!" Ich muss anmerken, dass es mir mit Larssons Büchern (bis auf's erste) ähnlich ging, aber da gab es am Ende wenigstens immer erkennbare Höhepunkte und Showdowns, aber bei Lagercrantz? Nicht wirklich. Und wow, dieser aller letzte Satz...What the hell is that supposed to be?!
Die Charaktere sind oberflächlich okay, Mikael und Lisbeth scheinen so zu sein wie wir sie kennen. Aber irgendwie nicht ganz. Mikael ist irgendwie nicht so charismatisch und investigativ wie man es gewohnt ist. Und Lisbeth wird irgendwie fast nur auf ihre Faszination für Mathe in diesem Buch reduziert. (Ich hab's verstanden, Lagercrantz! Du hast die anderen Bücher gelesen!) Irgendwie hat da dieser übliche Charm gefehlt. Weil bei Larsson hat mich eine etwas langweiligere Story nicht so gestört, weil die Charaktere so toll waren und die Story tragen konnten. Aber Lagercrantz schafft das nicht ganz. Ja, Mikael und Lisbeth sind da, aber sie machen nicht viel, oder benehmen sich nicht so wie man es gewohnt ist. Weiß nicht, irgendwas hat da was gefehlt.
Der "Antagonist". Holy shit! Ist nicht dein ernst, oder? Wir machen wirklich die Psychopathen-Routine? Wirklich?! Das klingt wie aus einem schlechten Action Film. Und dann bekommen wir nicht mal allzu viel von ihr mit oder warum, wie, was überhaupt richtig mit ihr abläuft. Aber sie taucht trotzdem jetzt einfach in diesem Buch aus dem Nichts auf und ist unser böser Psychopath. Nein, einfach nein. Lagercrantz, das kauf ich dir nicht ab. Das ist einfach bloß dämlich, und ich konnte nicht ernsthaft glauben, dass du mit so was ankommst.
Alles in allem, ich fand das Buch nicht mega schlecht, aber so richtig gefallen wollte es mir auch nicht. Ich werde den nächsten band von Lagercrantz mal ansehen, einfach weil ich Hoffnung habe, dass er gelernt hat etwas besser mit den Charakteren und der Story umzugehen. Aber hier hat es einfach nur zu einem langweiligen Plot geführt, der eine gute Basis hatte, aber nur so vor sich hinplätschert, zusammen mit Charakteren, die sich alle entweder nervig anfühlen, oder so, als würde ihnen irgendwas wichtiges fehlen.
Wertung: 2 von 5 Sternen
Mittwoch, 12. Juli 2017
Uni, Lesen, Schreiben: Eins von den dreien hält mich sehr beschäftigt, ratet mal welches...
Es wird mal wieder Zeit für ein kleines Update. Ich bin ziemlich busy, das merkt man an meinen super regelmäßigen Einträgen auf diesem Blog. *hust* Im April ging mein viertes Semester an der Uni los und jetzt ist das Semester eigentlich so gut wie vorbei. Man merkt die Zeit vergeht sehr schnell und ich schaffe es wie immer hier nichts darüber zu schreiben und meine ganzen anderen Hobbys schleifen zu lassen.
Lesen und Schreiben sind tatsächlich in letzter Zeit nicht meine aktivsten Dinge. Lesen war eigentlich in den letzten Monaten ganz okay, aber seit zwei Wochen oder so hab ich nicht wirklich meine zwei Bücher angefasst. That's exam stress for you. Schreiben ist eine ganze andere Sache. Die edits für meinen Roman liegen seit Monaten auf Eis. #ResponsibleAuthor Dafür arbeite ich an einigen "neuen" Ideen und die nehmen schon ein wenig Gestalt an:
Eine Idee, deren Titel bisher "Der Mann in der Bibliothek" ist, habe ich schon seit Jahren in meinem Kopf, aber weil ich ja an meinem ersten Buch zu arbeiten hatte, wollte ich das erstmal beiseite lassen. Aber jetzt wo das Schreiben von "Die Legende von Alteria" erledigt ist, kann ich mich endlich anderen Projekten widmen. Für "Der Mann in der Bibliothek" hab ich auf jeden Fall schon eine grobe Vorstellung worum es gehen soll und was die Gestaltung der Fantasy angeht, allerdings gibt es noch keine genauere Outline zum Plot. Aber ich habe schon mehr oder weniger meine Hauptcharaktere ausgearbeitet. Ich will nicht allzu viel sagen, aber die beiden Protagonisten sind der mysteriöse Mann in der Bibliothek *gasp* Nein! *gasp* und der Mitte 20, englische Geschichtsstudent Chesterfield Robinson. Um wenigsten einen Eindruck zu geben, was für eine Art Story das werden soll: stellt es euch vor wie eine Mischung aus Tintenherz, Doctor Who, und Genevieve Cogman's Die Unsichtbare Bibliothek. Ich werde vielleicht auf YouTube da noch etwas drüber reden, haltet da also in nächster Zeit mal Ausschau.
Das zweite Projekt, das ich vor einigen Wochen angefangen habe, war mehr eine spontane Eingebung, die ich sofort aufschreiben wollte, weswegen ich davon tatsächlich zwei Kapitel geschrieben habe. Die Story hat noch nicht wirklich einen Namen, also benutze dafür erstmal einfach den Namen des Protagonisten: Prescott Hills. Prescott ist 44 Jahre alt, kommt aus dem Norden Englands, ist Detective Inspector und ein erfahrener Polizist, der unter Depression und Suizid-Gedanken leidet. Er versucht irgendwie seiner Polizeiarbeit nachzugehen und besucht regelmäßig seinen ehemaligen Polizei-Therapeuten Dr. Ian Byrne, ein Ire im selben Alter wie Prescott. Im Prinzip wird diese Story also eine Mischung aus einem verzwicktem Fall, an dem Prescott mit seiner Abteilung arbeitet, und seinen Gesprächen und seiner Beziehung zu Ian. Die Idee entstammt meinem eigenen mental-Health-Zustand, den Stieg Larsson Büchern, den ich verfallen bin, und der Tatsache, dass ich neulich wieder Life on Mars gesehen habe. Ich bin also in letzter zeit sehr anfällig für diese grimmigen, faszinierenden Krimis/Thriller und wollte auch einfach über einen Charakter schreiben, in dem ich meinen eigenen Zustand etwas verarbeiten kann. Ich hab da auch schon einige Ideen und Anläufe, was da noch kommen sol, aber eine größere Outline fehlt mir noch. Haltet da einfach auch auf YouTube Ausschau für mehr Infos.
Doch das schreiben an sich, liegt ebenso wie das Lesen etwas auf Eis wegen der Uni. Und das ironische ist, das es nicht mal mein Kernfach Anglistik ist, das mich so nervt und beschäftigt, sondern mein Wahlbereich Amerikanistik. Die halten sich einfach für so wichtig und haben so viele bescheuerte Anforderungen, weswegen ich in letzter Zeit fast jede Woche irgendwas wichtiges für American Studies vorzubereiten hatte. Hab die letzten fünf Tage damit verbracht amerikanische Geschichte zu büffeln und mittlerweile gehen mir amerikanische Politiker und Präsidenten noch mehr auf den Sack als vorher.
Was das Lesen angeht, ist das derzeit auch etwas eingefroren, aber wenigstens konnte ich Geschichten beenden, die mich schon so lange gestört haben. Damit meine ich vor allem J.K. Rowling's "Ein plötzlicher Todesfall". Gott, dieses Buch! Schaut euch einfach mal meine Review auf YouTube dazu an, da bekommt ihr mal einen Eindruck, wie viele Nerven mich dieses Buch gekostet hat! Ich hänge auch schon seit einer Weile im dritten Stieg Larsson, nachdem ich die ersten zwei Bände in jeweils drei Tagen gelesen habe. Der dritte Band ist der längste und ich hab das Gefühl, dass es da etwas politisch werden könnte, was nicht unbedingt mein Ding ist. Bin schon bei um die 260 Seiten, was ungefähr ein Drittel ist, was heißt, dass der Brennpunkt der Story noch auf mich wartet. Unterdessen lese ich noch die zweite Autobiographie von Stephen Fry. Letztes Sommer habe ich schon die erste gelesen und da ich ja ein riesen Fan von Stephen Fry bin, habe ich mir natürlich auch begeistert und neugierig dieses Buch geholt. Er ist einfach ein sehr intelligenter und faszinierender Mensch und bisher lese ich unheimlich über seine College-Zeit und Anfänge in der Comedy.
Ja, aber leider bleiben all diese Geschichten und Projekte derzeit auf Stop, weil Uni einfach eine Bitch ist. Bzw. American Studies is a bitch. Und zwei Essays warten auch noch auf mich, wovon einer natürlich auch für American Studies ist. Hurrah! Und das zweite wird eine zehn-seitige Hausarbeit über Religion in Ireland. Spannend! Na ja, das einzige was mir da etwas Entspannung bringt sind die Theaterproben, die für meinen Geschmack fast zu selten sind. Hoffen wir einfach, dass ich die Uni-Sachen demnächst relativ schnell erledigt bekomme, ich morgen bei der Prüfung nicht durchfalle und ich alsbald wieder mehr zu meinen literarischen Dingen komme.
P.S.: Zum Abschluss eine kleine musikalische Empfehlung: ich höre seit zwei Wochen Laurence Fox rauf und runter. Hört ihn euch an, toller und emotionaler Singer-Songwriter.
Lesen und Schreiben sind tatsächlich in letzter Zeit nicht meine aktivsten Dinge. Lesen war eigentlich in den letzten Monaten ganz okay, aber seit zwei Wochen oder so hab ich nicht wirklich meine zwei Bücher angefasst. That's exam stress for you. Schreiben ist eine ganze andere Sache. Die edits für meinen Roman liegen seit Monaten auf Eis. #ResponsibleAuthor Dafür arbeite ich an einigen "neuen" Ideen und die nehmen schon ein wenig Gestalt an:
Eine Idee, deren Titel bisher "Der Mann in der Bibliothek" ist, habe ich schon seit Jahren in meinem Kopf, aber weil ich ja an meinem ersten Buch zu arbeiten hatte, wollte ich das erstmal beiseite lassen. Aber jetzt wo das Schreiben von "Die Legende von Alteria" erledigt ist, kann ich mich endlich anderen Projekten widmen. Für "Der Mann in der Bibliothek" hab ich auf jeden Fall schon eine grobe Vorstellung worum es gehen soll und was die Gestaltung der Fantasy angeht, allerdings gibt es noch keine genauere Outline zum Plot. Aber ich habe schon mehr oder weniger meine Hauptcharaktere ausgearbeitet. Ich will nicht allzu viel sagen, aber die beiden Protagonisten sind der mysteriöse Mann in der Bibliothek *gasp* Nein! *gasp* und der Mitte 20, englische Geschichtsstudent Chesterfield Robinson. Um wenigsten einen Eindruck zu geben, was für eine Art Story das werden soll: stellt es euch vor wie eine Mischung aus Tintenherz, Doctor Who, und Genevieve Cogman's Die Unsichtbare Bibliothek. Ich werde vielleicht auf YouTube da noch etwas drüber reden, haltet da also in nächster Zeit mal Ausschau.
Das zweite Projekt, das ich vor einigen Wochen angefangen habe, war mehr eine spontane Eingebung, die ich sofort aufschreiben wollte, weswegen ich davon tatsächlich zwei Kapitel geschrieben habe. Die Story hat noch nicht wirklich einen Namen, also benutze dafür erstmal einfach den Namen des Protagonisten: Prescott Hills. Prescott ist 44 Jahre alt, kommt aus dem Norden Englands, ist Detective Inspector und ein erfahrener Polizist, der unter Depression und Suizid-Gedanken leidet. Er versucht irgendwie seiner Polizeiarbeit nachzugehen und besucht regelmäßig seinen ehemaligen Polizei-Therapeuten Dr. Ian Byrne, ein Ire im selben Alter wie Prescott. Im Prinzip wird diese Story also eine Mischung aus einem verzwicktem Fall, an dem Prescott mit seiner Abteilung arbeitet, und seinen Gesprächen und seiner Beziehung zu Ian. Die Idee entstammt meinem eigenen mental-Health-Zustand, den Stieg Larsson Büchern, den ich verfallen bin, und der Tatsache, dass ich neulich wieder Life on Mars gesehen habe. Ich bin also in letzter zeit sehr anfällig für diese grimmigen, faszinierenden Krimis/Thriller und wollte auch einfach über einen Charakter schreiben, in dem ich meinen eigenen Zustand etwas verarbeiten kann. Ich hab da auch schon einige Ideen und Anläufe, was da noch kommen sol, aber eine größere Outline fehlt mir noch. Haltet da einfach auch auf YouTube Ausschau für mehr Infos.
Doch das schreiben an sich, liegt ebenso wie das Lesen etwas auf Eis wegen der Uni. Und das ironische ist, das es nicht mal mein Kernfach Anglistik ist, das mich so nervt und beschäftigt, sondern mein Wahlbereich Amerikanistik. Die halten sich einfach für so wichtig und haben so viele bescheuerte Anforderungen, weswegen ich in letzter Zeit fast jede Woche irgendwas wichtiges für American Studies vorzubereiten hatte. Hab die letzten fünf Tage damit verbracht amerikanische Geschichte zu büffeln und mittlerweile gehen mir amerikanische Politiker und Präsidenten noch mehr auf den Sack als vorher.
Was das Lesen angeht, ist das derzeit auch etwas eingefroren, aber wenigstens konnte ich Geschichten beenden, die mich schon so lange gestört haben. Damit meine ich vor allem J.K. Rowling's "Ein plötzlicher Todesfall". Gott, dieses Buch! Schaut euch einfach mal meine Review auf YouTube dazu an, da bekommt ihr mal einen Eindruck, wie viele Nerven mich dieses Buch gekostet hat! Ich hänge auch schon seit einer Weile im dritten Stieg Larsson, nachdem ich die ersten zwei Bände in jeweils drei Tagen gelesen habe. Der dritte Band ist der längste und ich hab das Gefühl, dass es da etwas politisch werden könnte, was nicht unbedingt mein Ding ist. Bin schon bei um die 260 Seiten, was ungefähr ein Drittel ist, was heißt, dass der Brennpunkt der Story noch auf mich wartet. Unterdessen lese ich noch die zweite Autobiographie von Stephen Fry. Letztes Sommer habe ich schon die erste gelesen und da ich ja ein riesen Fan von Stephen Fry bin, habe ich mir natürlich auch begeistert und neugierig dieses Buch geholt. Er ist einfach ein sehr intelligenter und faszinierender Mensch und bisher lese ich unheimlich über seine College-Zeit und Anfänge in der Comedy.
Ja, aber leider bleiben all diese Geschichten und Projekte derzeit auf Stop, weil Uni einfach eine Bitch ist. Bzw. American Studies is a bitch. Und zwei Essays warten auch noch auf mich, wovon einer natürlich auch für American Studies ist. Hurrah! Und das zweite wird eine zehn-seitige Hausarbeit über Religion in Ireland. Spannend! Na ja, das einzige was mir da etwas Entspannung bringt sind die Theaterproben, die für meinen Geschmack fast zu selten sind. Hoffen wir einfach, dass ich die Uni-Sachen demnächst relativ schnell erledigt bekomme, ich morgen bei der Prüfung nicht durchfalle und ich alsbald wieder mehr zu meinen literarischen Dingen komme.
P.S.: Zum Abschluss eine kleine musikalische Empfehlung: ich höre seit zwei Wochen Laurence Fox rauf und runter. Hört ihn euch an, toller und emotionaler Singer-Songwriter.
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Dienstag, 21. März 2017
Schreiben, Lesen, Schreiben, Buchmesse, Schreiben
Ich muss sagen, es läuft. Ganz ehrlich, ich komme beim Schreiben in letzter Zeit besser voran, als in den ganzen letzten Monaten. Das liegt wohl daran, dass ich jetzt beim Überarbeiten meines Manuskripts so weit bin, dass ich mein handgeschriebenes Zeug nur noch eintippen muss, weil die Qualität des Geschrieben endlich gut genug ist. Das kommt davon, wenn man acht Jahre braucht, um ein Buch zu schreiben. Der Stil ändert sich und wow! hat sich mein Stil verändert. Ihr wollt nicht die ersten zehn Kapitel meines ersten Manuskripts lesen, damals als ich 12/13 Jahre alt war. Aber gut, besser spätere Entwicklung als gar keine.
Ich hab mir sonst immer vorgenommen mindestens eintausend Wörter am Tag zu schaffen. Wenn ich denn mal meine tägliche Schreib-Routine einhielt. Mittlerweile sind das teilweise bis zu fünftausend Wörter geworden, was mich echt freut. Hier und da überarbeite ich auch schon beim abtippen, weil ich merke, dass ich Tendenzen habe sehr Shakespeare-mäßig zu werden; also sehr ausschweifend und wiederholend in meinen (emotionalen) Beschreibungen, obwohl der Leser schon seit fünf Sätzen verstanden hat worum es denn geht. Deswegen bin ich jetzt schon gezwungen hier und da Abzüge zu machen. Allerdings merke ich auch, dass ich Sachen hinzufüge, weil das Ideen oder Gedanken sind, die ich ich vor drei Jahren noch nicht hatte. Das bezieht meist wieder auf irgendwelche wichtigen Background oder Worldbuilding Details, über die ich mir damals noch keine Gedanken gemacht habe, aber jetzt eine ganz interessante Rolle spielen.
So komm ich dem Ende mit jedem Tag näher und näher. Gute 140 Seiten muss ich noch abtippen, dann steht zumindest mal das ganze Dokument in meinem Computer. Damit wäre dann wenigstens das zweite Manuskript fertig und ich kann mich an wichtigere Überarbeitungen ransetzen, von denen ich jetzt schon weiß, dass die mich zwar nerven werden, aber auch wichtig sind.
Die Extra-Zeit, die ich in meine Schreibereien stecke, gehen beim Lesen allerdings verloren. Ich hab in Februar und März es bisher geschafft nur zwei Bücher zu lesen und einige Mangas. Das Problem ist, dass ich in den Ferien nicht meine täglichen Bahnfahrten habe, in denen ich sonst jeden Morgen lese. Und hier Zuhause beschäftige ich mich meist mit meinen Serien und Filmen oder arbeite an meinem Buch und da bin ich abends zu müde, um nochmal ein Buch zu Hand zur nehmen. Na ja, aber ist ja nicht so, dass ich gar nicht mehr lese. Vor ein paar Tagen hab ich endlich angefangen J.K. Rowlings "A Casual Vacancy" (Ein Plötzlicher Todesfall) zu lesen. Das ist mein erstes Buch von ihr, dass nichts mit Harry Potter zutun hat, worüber ich sehr aufgeregt bin, eben auch weil ich meist gemixte Reviews zu diesem Buch gesehen habe. Ich bin noch nicht sehr weit, dreißig Seiten oder so, aber ich muss sagen, dass es mir wenigstens vom Stil her immer noch genau so gut gefällt, wie Rowlings andere Bücher.
Diese Woche steht auch endlich wieder die Buchmesse in Leipzig an und ich freu mich schon riesig drauf! Ich werde jeden Tag mit ein paar Freunden da sein und wir drängeln uns durch die Massen und versuchen dabei keine Panikattacke zu bekommen. Hat letztes Jahr mit viel Selbstbeherrschung und Augenzu bei mir einigermaßen funktioniert. Was tut man nicht alles für seine geliebte Lektüre? Ich werde die größte Zeit wieder in der Halle 1, also auf der Anime-Convention verbringen, weil das eben mein Bereich ist, da kann ich immer ganz Geek sein. Aber ich denke mal, dass ich auch mal in den anderen hallen rumschauen werden, schließlich gibt es ja einiges zu entdecken. Ich freu mich auch schon drauf wieder im Cosplay unterwegs zu sein, die LBM ist der einzige Ort jedes Jahr, wo ich das mal öffentlich machen kann. Für dieses Jahr stehen Edward Nygma und Oswald Cobblepot aus Gotham und Jim Moriarty aus Sherlock auf dem Plan. Wenn ihr mich sehen solltet, nicht erschrecken oder denken ich wirke anders als sonst. Ich bin zwar ängstlich, aber auf der Buchmesse sind wir ja alle irgendwie gleich drauf, da vereint uns alle die Liebe für Literatur.
Das wird also eine aufregende Woche, aber wenigstens läuft ansonsten alles gut. Ich sollte mich zwar mal wieder mehr meinen Büchern widmen (im Sinne von lesen), doch dass es beim Schreiben so gut vorangeht ist auf jeden Fall echt gut. Wenn ihr da noch mehr zu erfahren wollt, wie es beim Schreiben läuft, checkt einfach mal meinen YouTube-Kanal, da habe ich mit einem neuen Videoprojekt angefangen. Apropos schreiben, da sollte ich mich jetzt mal wieder ranmachen, ich hab heute noch gar nichts für mein Buch gemacht.
Ich hab mir sonst immer vorgenommen mindestens eintausend Wörter am Tag zu schaffen. Wenn ich denn mal meine tägliche Schreib-Routine einhielt. Mittlerweile sind das teilweise bis zu fünftausend Wörter geworden, was mich echt freut. Hier und da überarbeite ich auch schon beim abtippen, weil ich merke, dass ich Tendenzen habe sehr Shakespeare-mäßig zu werden; also sehr ausschweifend und wiederholend in meinen (emotionalen) Beschreibungen, obwohl der Leser schon seit fünf Sätzen verstanden hat worum es denn geht. Deswegen bin ich jetzt schon gezwungen hier und da Abzüge zu machen. Allerdings merke ich auch, dass ich Sachen hinzufüge, weil das Ideen oder Gedanken sind, die ich ich vor drei Jahren noch nicht hatte. Das bezieht meist wieder auf irgendwelche wichtigen Background oder Worldbuilding Details, über die ich mir damals noch keine Gedanken gemacht habe, aber jetzt eine ganz interessante Rolle spielen.
So komm ich dem Ende mit jedem Tag näher und näher. Gute 140 Seiten muss ich noch abtippen, dann steht zumindest mal das ganze Dokument in meinem Computer. Damit wäre dann wenigstens das zweite Manuskript fertig und ich kann mich an wichtigere Überarbeitungen ransetzen, von denen ich jetzt schon weiß, dass die mich zwar nerven werden, aber auch wichtig sind.
Die Extra-Zeit, die ich in meine Schreibereien stecke, gehen beim Lesen allerdings verloren. Ich hab in Februar und März es bisher geschafft nur zwei Bücher zu lesen und einige Mangas. Das Problem ist, dass ich in den Ferien nicht meine täglichen Bahnfahrten habe, in denen ich sonst jeden Morgen lese. Und hier Zuhause beschäftige ich mich meist mit meinen Serien und Filmen oder arbeite an meinem Buch und da bin ich abends zu müde, um nochmal ein Buch zu Hand zur nehmen. Na ja, aber ist ja nicht so, dass ich gar nicht mehr lese. Vor ein paar Tagen hab ich endlich angefangen J.K. Rowlings "A Casual Vacancy" (Ein Plötzlicher Todesfall) zu lesen. Das ist mein erstes Buch von ihr, dass nichts mit Harry Potter zutun hat, worüber ich sehr aufgeregt bin, eben auch weil ich meist gemixte Reviews zu diesem Buch gesehen habe. Ich bin noch nicht sehr weit, dreißig Seiten oder so, aber ich muss sagen, dass es mir wenigstens vom Stil her immer noch genau so gut gefällt, wie Rowlings andere Bücher.
Diese Woche steht auch endlich wieder die Buchmesse in Leipzig an und ich freu mich schon riesig drauf! Ich werde jeden Tag mit ein paar Freunden da sein und wir drängeln uns durch die Massen und versuchen dabei keine Panikattacke zu bekommen. Hat letztes Jahr mit viel Selbstbeherrschung und Augenzu bei mir einigermaßen funktioniert. Was tut man nicht alles für seine geliebte Lektüre? Ich werde die größte Zeit wieder in der Halle 1, also auf der Anime-Convention verbringen, weil das eben mein Bereich ist, da kann ich immer ganz Geek sein. Aber ich denke mal, dass ich auch mal in den anderen hallen rumschauen werden, schließlich gibt es ja einiges zu entdecken. Ich freu mich auch schon drauf wieder im Cosplay unterwegs zu sein, die LBM ist der einzige Ort jedes Jahr, wo ich das mal öffentlich machen kann. Für dieses Jahr stehen Edward Nygma und Oswald Cobblepot aus Gotham und Jim Moriarty aus Sherlock auf dem Plan. Wenn ihr mich sehen solltet, nicht erschrecken oder denken ich wirke anders als sonst. Ich bin zwar ängstlich, aber auf der Buchmesse sind wir ja alle irgendwie gleich drauf, da vereint uns alle die Liebe für Literatur.
Das wird also eine aufregende Woche, aber wenigstens läuft ansonsten alles gut. Ich sollte mich zwar mal wieder mehr meinen Büchern widmen (im Sinne von lesen), doch dass es beim Schreiben so gut vorangeht ist auf jeden Fall echt gut. Wenn ihr da noch mehr zu erfahren wollt, wie es beim Schreiben läuft, checkt einfach mal meinen YouTube-Kanal, da habe ich mit einem neuen Videoprojekt angefangen. Apropos schreiben, da sollte ich mich jetzt mal wieder ranmachen, ich hab heute noch gar nichts für mein Buch gemacht.
Dienstag, 29. März 2016
Es ist lange her und es zieht sich...
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| (Quelle: https://www.lass-andere-schreiben.de/) |
Ich weiß, ich weiß. Es ist verdammt lange her, dass ich hier einen Eintrag geschrieben habe. Eigentlich wollte ich diesen Blog nutzen, um öfters über meine Schreibe- und Leseerfahrungen zu schreiben, da ich mich etwas mehr in der Schreiber-Community einbringen will. Ich wollte mal daran arbeiten etwas konsistenter zu sein. Wenn ihr euch das Datum des letzten Posts anseht, seht ihr schon, dass das sehr gut funktioniert hat...
Okay, worüber schreibe ich denn heute mal, so mitten in der Nacht... Um ehrlich zu sein habe ich mir für diesen Eintrag nicht wirklich etwas überlegt. Ich wollte einfach mal wieder hier etwas reinschreiben, ansonsten denken die Leute noch, dass ich faul bin. Mein zweiter Vorname ist zwar Faulheit und mein dritter Aufschieber, aber darum geht's ja jetzt nicht.
Was das Schreiben angeht, läuft es in letzter Zeit nicht ganz so gut wie es eigentlich könnte. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich mir einen Terminplan zum schreiben zusammengestellt habe, so dass ich jeden Tag wenigstens ein paar Seiten schreibe, um vorwärts mit dem Buch zu kommen. Allerdings habe ich das in letzter Zeit vernachlässigt und das ärgert mich. Da ich vor knapp zwei Wochen zur Buchmesse in Leipzig war, hat mich das etwas aus dem Schreibrhythmus geworfen, da ich jeden Tag erst abends geschafft und müde Daheim ankam. Ich habe eine wichtige Szene fertig bekommen, aber auch nicht mehr. Und weil ich diese paar Tage nicht in meinem Rhythmus war, hat mich das für die folgenden Tage komplett aus der Bahn geworfen. Mich ärgert das, weil ich eigentlich die Zeit habe mich jeden Tag hinzusetzen und meine fünf Seiten zu schreiben. Gestern habe ich das mal wieder gemacht aber heute waren es nur wieder zwei Seiten. Allerdings hatte ich mir vorgenommen heute noch endlich dieses Kapitel fertig zu schreiben und eigentlich würde ich das auch gern tun, da ich nur zwei Seiten vor dem Ende des Kapitels bin. Die Faulen und die Aufschieber unter euch werden mich verstehen. Manchmal kann es schwer sein sich zum schreiben hinzusetzen, auch wenn es eigentlich etwas ist, das uns Spaß macht. Allerdings kann das keine Ausrede für uns sein, die ein Buch schreiben und auch gern veröffentlichen wollen. Man muss sich hinsetzen und schreiben und daran arbeiten ansonsten wird diese Story nie fertig!
Was lesen angeht... Ich habe vor einiger Zeit ein richtig tolles Sachbuch über Sherlock Holmes fertig gelesen. Es heißt "Von Mr. Holmes zu Sherlock" und ist von Mattias Boström. Ein sehr informatives und interessantes Buch für alle, die etwas mehr über die Hintergründe des Detektivs und wer ihn erschaffen und geprägt hat, erfahren wollen. Eine ausführliche Review könnt ihr auf meinem YouTube-Kanal finden, hier der Link.
Derzeit lese ich ein englischsprachiges Buch, da ich meine Bücher in Englisch bevorzuge, wenn das die Original-Sprache ist. Das Buch heißt "The Curious Incident of the Dog in the Night-Time" von Mark Haddon. Der Titel hat mich angesprochen, da es ein Zitat aus einer Sherlock Holmes Geschichte ist (Silver Blaze, um mal den Geek raushängen zu lassen ^^) und es um einen Jungen mit Autismus geht. Der deutsche Titel "Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone" ist mal wieder ganz anders, aber mittlerweile beschwere ich mich über so was nicht mehr. In der Geschichte geht es um den wie gesagt autistischen Christopher, welcher den Fall eines ermordeten Hundes in seiner Nachbarschaft aufklären will. Ich habe schon einige Kapitel gelesen und Christopher führt bereits seine ersten Befragungen durch und bisher gefällt mir das Buch sehr gut. Die Schreibweise ist anders, ungewöhnlich aber doch interessant zu lesen, da Christopher uns die Geschichte erzählt. Die Kapitel sind nach Primzahlen nummeriert, da Christopher mit Zahlen und Statistiken gut umgehen kann und damit etwas anzufangen weiß. Soweit ist das Buch sowohl interessant und anders, als auch faszinierend und irgendwo "niedlich" (bitte nicht falsch verstehen ^^'). Ich bin gespannt wie es weitergeht. auf Goodreads könnt ihr verfolgen wie weit ich mit diesem Buch bin und welche anderen Bücher noch auf mich warten.
Okay, das war es dann glaube ich mal wieder. Ist doch etwas mehr geworden als zu Beginn gedacht. Und dafür, dass ich keinen Plan hatte am Anfang dieses Eintrags, ist doch daraus ein einigermaßen interessanter (?) Text geworden. Ich werde versuchen die nächsten Tagen wieder öfters Beiträge zu posten und auch wieder ein paar mehr Videos zu machen also bitte habt Geduld, wenn ich mal wieder etwas länger brauche. Ich bin doch auch nur ein fauler Mensch!
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