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Dienstag, 15. März 2016

Montagsfrage #2

(Quelle: http://www.readpack.de/2013/10/montagsfrage-2-von-paperthin.html/)


Okay, da ich das letztes mal ganz interessant fand, versuche ich mich doch diese Woche mal an einer weiteren dieser Montagsfragen. Die heutige kommt wieder von Paperthin und lautet:

Besitzt du noch Bücher aus deiner Kindheit?

Aber natürlich! Wie könnte ich denn die Bücher wegschmeißen, die mir so viel bedeutet haben? Um ehrlich zu sein hab ich so mit dem richtigen lesen von Roman etc. erst angefangen als ich so 11/12 war, aber das kann man ja nicht wirklich als Kindheit zählen. Aber trotzdem gab es ein, zwei Bücher, die mich begleitet haben als ich klein war. Mein Vater hat mir früher meist Geschichten erzählt oder vorgelesen. Entweder tat er das ganz normal oder er las die Geschichte in einer abgewandelten Form vor, so dass sie um einiges interessanter und lustiger wurden. Aber so oder so: die Geschichten waren immer schön. Es gibt vor allem zwei Bücher, die ich als Kind immer wieder in die Hand genommen habe:

Die kleine Biene Nimmersatt

Soweit mir mittlerweile bewusst ist, basiert dieses Buch auf einen ungarischen Kinderfilm.Viele von euch werden jetzt wohl an die Raupe Nimmersatt denken und es stimmt, dass es sich hier natürlich um eine sehr ähnliche Geschichte handelt. Was mir als Kind an diesem Buch so sehr gefallen hat waren die hübschen, bunten Bilder, die auf jeder Seite zu finden waren und die Geschichte einfach sehr schön und auch lustig untermalt haben.
Die Geschichte ist lustig, traurig und auch lehrreich. Selbst heute blättere ich noch gern durch dieses Buch und würde es jedem Kind, das gern liest durchaus in die Hand geben.

Die wunderschöne Historie von dem gehörnten Siegfried - Ein altes deutsches Volksbuch

Ein wohl eher ungewöhnliches Buch als Kinderbuch könnte man meinen. Aber ich habe die Nibelungensage rund um Siegfried als Kind wirklich immer wieder gern gehört, weil ich sehr spannend und abenteuerreich fand. Später in der Schule war mir ein großer des Nibelungenlieds noch sehr gut vertraut eben wegen diesem Buch. Es ist ein älteres Exemplar, aber gerade das mag ich so daran. Es riecht einfach nach Literatur und besitzt auch sehr schöne Zeichnungen, die beim lesen immer der Vorstellung gut geholfen haben. Und ich denke, wenn man schon als Kind gern alte, urdeutsche Literatur liest, kann wohl kaum etwas dagegen sagen.

Das waren so meine zwei Hitklassiker als Kind. Ein paar relativ unspektakuläre Geschichten, aber als Kind haben sie mich doch sehr begeistert. Das war es für die heute Montagsfrage, mal sehen wie es nächste Woche aussieht, aber ich scheine daran gefallen zu finden.

Montag, 7. März 2016

Montagsfrage #1

Ich habe gerade beim Durchstöbern des Internets die sogennante Montagsfrage entdeckt. Für diejenigen, die das nicht kennen: der Sinn dahinter ist, dass man jeden Montag eine neue Frage zum Thema Bücher beantwortet. Und da ich ja Bücher über alles liebe (große Überraschung), dachte ich mir, dass ich heute doch mal so eine Frage beantworten könnte. Ursprünglich stammte die Montagsfrage von Paperthin, wurde dann an libromanie.de weitergeleitet und wird der Zeit von Buchfrsserchen forgesetzt.

Wann ist das älteste Buch erscheinen, das du freiwillig gelesen hast?


Um diese Frage zu beantworten, müssen wir weit ins mittelalterliche England zurückgehen, in das späte 14. Jahrhundert. Denn es war in dieser Zeit, als Geoffrey Chaucer an seinen Canterbury Tales arbeitete. Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die in Versform von unterschiedlichen Pilgern auf einer Reise erzählt werden. Es war dann im Jahre 1478, dass eine erste gedruckte Ausgabe dieser Geschichten erschien. Die Canterbury Tales sind eines der wichtigsten Schriftstücke der englischen Sprache, da sie das perfekte Beispiel für die Zeit des Mittel-Englisch sind, was wir aus dem Mittelalter kennen.

Jetzt fragt ihr euch vielleicht warum solche alten Geschichten freiwillig in die Hand genommen habe. Das hat zwei ganze einfache Gründe: ich bin besessen von der englischen Sprache und ich liebe Geschichte. Da ich nun Englisch auch studiere, ist wohl deutlich warum ich mich für sowas interessiere.

Als wir in der Oberstufe in der Schule die Geschichte der englischen Sprache behandelten, fand ich das sehr interessant und bin danach sofort in die Bibliothek geeilt. Und dort habe ich dann eine Ausgabe der Canterbury Tales gesehen. Offensichtlich nicht von 1478, aber die Texte und auch die Buchstaben und die alte Sprache waren alle noch so wie damals, so dass es eine Weile dauerte, bis ich überhaupt mal einen Satz gelesen und verstanden hatte. Aber es war sehr faszinierend diese alten Geschichten zu lesen und ich kann die Canterbury Tales jedem empfehlen, der ältere Texte mag und an der englischen Geschichte interessiert ist.