Freitag, 24. Februar 2017

Wie läuft's denn eigentlich?

Tja, lang ist's her. Und da denkt man mal, dass Universität doch nicht so einnehmend ist, wie es im ersten Semester noch wirkt. Ja, die Uni hat mich die letzten Monate ziemlich beschäftigt gehalten, zusammen mit persönlichem Bla-Bla und anderen Schreibereien, die momentan etwas wichtiger sind, kommt man leider nicht immer dazu auf seinem eigenen Blog zu schreiben. Ja, ich weiß... mehrere Monate nichts ist auch nicht schön, aber na ja... Besser spät oder ab und zu, als gar nichts, richtig?

Wie gesagt, Uni hält einen ganz schön beschäftigt. Ich musste dieses Semester zwei Essays schreiben, von dem der eine immer noch nicht fertig ist (aber wenigstens in Arbeit). Außerdem gab es dieses Semester einige Klassen, die im Endeffekt doch nicht so toll sind wie gedacht; und da soll man mal meinen American Studies wäre genauso wie Anglistik. *hust* nicht *hust*. Es hat sich auch einmal mehr wieder herausgestellt, dass ich mich einfach nicht mit Linguistik anzufreunden weiß. Ja, ich mag die englische Sprache, aber selbst meine Interesse dafür kann diesen wissenschaftlichen, überkomplexen Wirrwarr, der Linguistik ist, nicht einfacher oder verständlicher machen. Das einzige, was mich hier am Leben erhalten hat, ist das Feld der Sprachgeschichte (weil ich für Geschichte schon immer was übrig hatte), aber der ganze Rest der Sprachwissenschaft... nein, einfach nicht mein Ding. Wenn ich so gut in Wissenschaften in der Schule gewesen wäre,würde ich jetzt keine Sprache studieren, seht ihr das Problem? Na ja, aber wenigstens darf ich mich auch mit Dingen beschäftigen, die mir gefallen. Der Essay, an dem ich derzeit arbeite ist nämlich über Hamlet und wer mich kennt, weiß, dass ich ein absoluter Shakespeare-Freak bin und man mich mit Hamlet immer begeistern kann. Zugegeben, selbst da macht Essay schreiben nicht immer Spaß, aber wenigstens ist es etwas, was mir nicht nach zehn Minuten auf den Geist geht. (Was ein wenig ironisch klingt, weil es in meinem Essay um den Geist in Hamlet geht...)

Ein anderes Highlight, was mich in den Herbst- und Wintermonaten auf Trapp gehalten hat, war das Theater. Ja, ich konnte endlich nach all mal richtig auf der Bühne stehen und schauspielern! Für mich war das ein Traum, der wahr geworden ist und dann auch noch in einem Theaterstück auf englisch! Ich durfte Jason spielen, ein 21jähriger, der sich gern mit Etymologie und Sprachwissenschaft (haha, welch Ironie...) beschäftigt und etwas, na ja, anders ist. Seine Mutter vermutlich nämlich, dass er am Asperger-Syndrom leidet, auch wenn Jason das natürlich verneint. Das war wirklich ein toller Charakter zum spielen, sobald die Leute eben etwas seltsam und anders sind, kann ich sofort eine Verbindung zu ihnen aufbauen und Jasons Geek-Seite hat mir sofort zugesagt. Anfang Dezember hatten meine drei Schauspiel-Partner und ich dann unsere Auftritte und es war wirklich jedes Mal absolut magisch. Das ist eine der tollsten Erfahrungen, die ich bisher in meinem Leben hatte und ich bin froh, dass ich mir dafür die Zeit genommen habe.

Aber wie sieht es denn mit meinen Schreibereien aus? Nun ja, seit ich dem Gotham Fandom beigetreten bin, schreibe ich wieder mal ordentlich FanFiktion und mir vergeht daran nie die Laune, erst recht nicht bei Gotham. Schaut die Serie, wenn ihr sie noch nicht kennt, ich kann euch garantieren, dass nicht nur die Comic Fans daran Gefallen finden werden ^^. Aber natürlich arbeite ich auch weiterhin an meinem Buch und ich muss sagen, dass ich durchaus Fortschritte mache. Ich habe jetzt bald die 90,000 Marke erreicht und würde sagen, dass ich somit in etwa bei der Hälfte bin. Ich stecke noch immer beim Abtippen und den Rewrites, aber wenigstens werden die Überarbeitungen weniger mühsam je weiter ich komme. Ich stelle immer mehr fest, wie sehr ich mich als Schreiber über die Jahre verändert habe. Die Anfänge meines ersten Manuskript schreien förmlich "Das hat ein 12jähriger geschrieben!" und waren sehr, sehr simpel und voller Logikfehler usw. Das hat mir beim überarbeiten der ersten zehn Kapitel einige Arbeit gemacht das auszubügeln und ich werde bestimmt auch noch beim nächsten Manuskript daran feilen müssen. Ich habe mich auch von einem deutlichen under-writer zu einem over-writer entwickelt, ich sehe es jetzt schon kommen: unzählige Worte und Szenen, die ich irgendwann streichen muss, wenn ich mein Buch weiter überarbeite. Aber gut Ding will Weile haben. Wenigstens geht es voran, auch wenn ich es nicht immer schaffe täglich zu schreiben.

Ja, so sieht es also derzeit aus. Tut mir Leid, dass ich hier nicht so viel aktiv bin, aber auf YouTube zumindest gibt es jede Woche neue Videos, also schaut da mal rein. Ich hab die letzten Monate einige interessante Bücher gelesen, die ich auch teilweise vorgestellt habe, vielleicht kennt ihr auch einige davon. Derzeit stecke ich in um die vier oder fünf Bücher, ich sollte mich da echt mal für ein entscheiden und das durchlesen ^^'. Bei Goodreads könnt ihr sehen was genau ich denn mir da grad so antue und wie weit ich da bin. Das war's für dieses Update und hoffen wir mal, dass das nächste nicht erst wieder im Sommer kommt.

Montag, 1. August 2016

Update: Rewrites, Rewrites, Rewrites...

Ich weiß, dass es sehr lange her ist, dass ich gebloggt habe.Und das obwohl ich mir zu Beginn dieses Blogs vorgenommen habe wenigstens aller zwei Wochen oder so hier mal zu posten. Tja, das hat ja super funktioniert... Wenigstens auf meinem YouTube-Kanal hat das regelmäßige Uploaden bisher erstaunlich gut funktioniert, also wenn ihr hier nichts seht, könnt ihr wenigstens dort immer mal reinschauen. Ich dachte mir aber, dass ich euch wenigstens mal up-to-date bringen könnte, denn immerhin wollte ich ja diesen Blog nutzen, um von den Qualen und Problemen des Schreibens zu berichten.

Wenn ihr euch noch an die weit entfernte Vergangenheit des Mais zurückerinnert, werdet ihr vielleicht den Blogpost gelesen haben nachdem ich endlich das erste Manuskript meines Buches beendet habe. Ich war sehr erfreut an diesem Tag, aber nicht für lang, weil mir klar war, dass trotzdem noch sehr viel Arbeit vor mir liegen würde. Und damit hatte ich mehr als recht.

Die vergangenen Wochen saß ich fast jeden Tag an meinem Laptop und habe wie ein Wilder mein ganzes Buch umgeschrieben. Also nicht das ganze. Das dauert noch bis dahin. Aber was ich alles schon umgeschrieben habe ist echt unglaublich. Da kann man mal sehen, was man als Zwölfjähriger zusammenschreibt, wovon die Hälfte im Prinzip komplett rausgehauen werden muss. Manchmal denke ich mir, dass es für einen Zwölfjährigen gar nicht so schlecht geschrieben war, Tatsache ist aber, dass ich jetzt aber sieben Jahre später hier sitze und ich diese ganzen Logik- und Stilfehler ausarbeiten muss.

Ich habe früher sehr simpel geschrieben. Viele Hauptsätze, kurze Sätze, wenig Erklärung und einfach schnell weiter. Die Liebe zum Detail, für Erklärungen und Logik scheine ich erst mit den Jahren zu entwickelt habe. Man sieht das wirklich sehr gut an den Zahlen: im ersten Manuskript bin ich Story-mäßig auf Seite 72. Jetzt in der Überarbeitung auf Seite 170. Aber trotzdem gleiches Kapitel! Ob das jetzt gut oder schlecht ist sei mal dahin gestellt. Man muss auch sagen, dass ich mich vom Under-Writer zum Over-Writer entwickelt habe. Mein erstes Manuskript war zu wenig und wenn ich diese ersten Rewrites durch habe, wird es bestimmt zu viel sein. Und dann heißt es wieder umschreiben.

Arbeitsplatz

Das Positive an der ganzen Sache ist, dass ich wenigstens nicht mehr mit der Story daherkommen muss. Die ist wenigstens endlich festgesetzt und fertig, ich setze jetzt nur noch Erklärungen und Details dazu. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich diese ganzen Rewrites fertig habe, aber zum Glück wird der Schreibstil meines ersten Manuskripts stetig besser, so dass ich bald nur noch abtippen und nicht komplett umschreiben muss.

So sieht's also derzeit aus. Eine Menge zu arbeiten und umzuschreiben, aber wenigstens geht es voran. Ich versuche in nächster Zeit daran zu denken hier mal wieder öfters zu bloggen. Eventuell werde ich ein paar meiner YouTube Videos in schriftliche Form umsetzen, so dass ihr die Tipps auch hier nachlesen könnt. Bis dahin kehre ich zu meinen Rewrites zurück.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Review - Das letzte Einhorn

Das letzte Einhorn ist ein Fantasy-Klassiker. So zumindest war mein Eindruck, als ich mir dieses Buch zugelegt habe und die tollen Beurteilungen darüber gelesen habe. Es gibt auch einen ebenfalls sehr bekannten Animations-Film von dieser Geschichte, welche viele Menschen begeistert. Es ist schon etwas zwei Wochen her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber da ich mal wieder eine Review schreiben wollte, und ich hierzu wahrscheinlich kein Video machen werde, dachte ich mir, dass ich wenigstens hier darüber schreibe.

Wie immer kann ich auch hier nur wieder von der englischen Version her urteilen (wie das Bild unschwer erkennen lässt), jedoch wird das wohl kaum im Weg dieser Rezension stehen und außerdem ist es doch schön solch einen Klassiker im Original zu erfahren.



Hier erstmal kurz der Inhalt: Das Einhorn lebte in einem lilafarbenen Wald und sie lebte ganz allein, also verlässt sie die Sicherheit des verwunschenen Waldes, um die anderen ihrer Art zu finden. Begleitet von dem zerstreuten Zauberer Schmendrick und der unerschütterlichen Molly Grue, lernt das Einhorn alles über die Freuden und Leiden des Lebens und der Liebe, bevor sie ihrem Schicksal in der Burg eines niedergeschlagenen Monarchen begegnet - und die Kreatur konfrontiert, die ihre Art zum Aussterben treiben würde.

Das Buch meiner Ausgabe besitzt 294 Seiten, welche in 14 Kapitel unterteilt sind. Die Schrift war groß und die Story ist relativ schnell erzählt, somit dauert es nicht lange, bis man dieses Buch durch hat.

Das letzte Einhorn liest sich wie ein Märchen. Es is erkennbar, das es versucht nicht unbedingt eins zu sein, jedoch scheitert an der Art seiner Erzählung und Figuren und Thematiken. Die ganze Atmosphäre des Buches erinnert an eine Grimm'sche Erzählung, was nicht als etwas Negatives verstanden werden darf, jedoch fallen manche Charaktere und Storyelemente (wie eine Prophezeiung) eben dieser Märchen-Ähnlichkeit zum Opfer.

Die Charaktere der Story sind ganz nett gestaltet und angenehm zu lesen, besonders Schmendrick und Molly haben mir gefallen. Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass die Entwicklung der Charaktere selbst nicht sehr groß ist. Sie erleben ein Abenteuer, werden davon aber nicht wirklich beeinflusst oder verändert, zumindest hatte ich nicht das Gefühl, dass sich für irgendjemanden, außer dem Einhorn, sich groß etwas geändert hat. Jedoch sind sind die prominenten Aspekte der Charaktere an sich sehr angenehm gestaltet, so dass man dennoch gern die Dialoge und Erzählungen der Figuren liest.

Die Story an sich ist nicht sehr komplex und wie bereits gesagt schnell erzählt. Die Geschichte vollführt den klassischen Bogen des Aufbaus, so dass man vom Tempo her gut voran kommt und es nur wenige Stellen gibt, die irritieren. Große Überraschungen selbst in der Story nicht enthalten, was der Geschichte aber keinen Schaden antut.

Der Schreibstil von Peter S. Beagle ist im allgemeinen angenehm zu lesen, er bringt einen mit gutem Tempo und interessanten Eindrücken durch die Geschichte. Beschreibungen und Eindrücke vor allem sind sehr prominent und toll geschrieben, jedoch hat Beagle die Tendenz sich manchmal etwas in seiner blumigen/metaphorischen Sprache zu verlieren, so dass die Beschreibungen etwas übernommen klingen. An sich stört dies nicht den Lesefluss, nur wird es nach einer Weile sehr auffällig wenn man erneut "weiß wie Meerschaum" liest und ähnliche Beschreibungen.

Das folgende wird wahrscheinlich vielen nicht gefallen, aber ich hab das Gefühl, dass ich es dennoch sagen muss: für mich war es nicht der großartige Fantasy-Klassiker, den ich mir vorgestellt habe. Versteh mich nicht falsch! Das Buch und seine Geschichte sind nicht schlecht, nur hat es mich auch nicht wirklich vom Hocker gerissen. Die Charaktere haben mir gefallen, jedoch hat mir in der Story die Spannung gefehlt, die einen vor Aufregung die Seite weiterblättern lässt. Ich hab das Buch mit dem Gedanken beendet "Ja, war ganz nett.", aber einen größeren bzw. tieferen Eindruck hat es nicht auf mich hinterlassen. Empfehlen würde ich das Buch durchaus, allerdings mit dem Gedanken, dass man nicht immer so viel von einem Klassiker erwarten sollte.

Ich hoffe, dass ich mit dieser Review euer Interesse für Beagle's Das letzte Einhorn wecken konnte. Habt ihr das Buch gelesen? Was denkt ihr darüber? Schreibt's mir in die Kommentare und lasst mich wissen, ob ich die Klassiker-Fans unter euch wütend gemacht habe.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Ich bin mit der Story fertig! (Seit einer Woche...)

Erinnert ihr euch an den letzten Eintrag? Wenn nicht scrollt einfach mal runter. Ich habe darüber geschrieben, dass ich die Klimax meines Buches geschrieben habe und kurz davor stehe die gesamte Story zu einem Ende zu bringen. Tja, und vor einer Woche war es dann so weit:

ich habe das (vorerst) letzte Wort meines Buches geschrieben!


Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn man nach sieben Jahren endlich die Story zu Papier gebracht hat, die einem schon so lange im Kopf herumschwebt. Es ist für mich unglaublich, dass ich die Geschichte, welche ich im Alter von 12 (!) angefangen habe zu schreiben bis heute verfolgt und nun endlich zu einem Ende gebracht habe. 

Es hat sich vieles verändert in der Zeit. Nicht nur was die Story selbst und ihre Charaktere angeht, sondern auch was mich selbst als Schreiber und Person angeht. Ich denke durchaus, dass man das besonders in diesem ersten Manuskript sehr gut verfolgen kann, besonders wenn man die ersten Kapitel meines zwölfjährigen Ichs mit dem Epilog vergleicht. 

Aber es freu mich einfach nur, dass ich diese Story endlich in irgendeiner Form niedergeschrieben habe. Es wird noch viel auf mich zukommen, was Ausbesserungen, Überarbeitung usw. angeht, aber fürs erste bin ich froh, dass ich es überhaupt soweit geschafft habe. Jetzt heißt es diese ganze handgeschriebene Story abzutippen und zu verbessern, aber ich glaube nach sieben Jahren schreiben, bekomme ich das auch hin. 

Samstag, 7. Mai 2016

Das Wichtigste liegt hinter mir

Ich hatte heute ein riesiges Gefühl der Freude, das mich den ganzen Tag über begleitete. Denn nachdem ich ständig über diese Stelle nachgedacht und endlich viele Ideen dazu in meinem Kopf hatte, habe ich es heute endlich geschafft:

das Höhepunkt-Kapitel ist vollendet!!!

Um mich etwas klarer auszudrücken: ich habe endlich die Klimax meines Buches geschrieben, der wichtigste Moment der ganzen Geschichte. Gut gegen Böse. Verrat und Freundschaft. Unbekanntes wird aufgedeckt. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht dieses Kapitel zu schreiben, da ich endlich die ganzen Ideen, Hintergrundgeschichten und Plot-Twists rauslassen konnte.

In diesem Kapitel taucht auch nach allen den vielen Worten der Mann auf, dessen Handlager all die Zeit in die Quere unserer Helden kamen und Loranes Eltern auf dem Gewissen haben. Es war toll für Vilarius zu schreiben, da ich mir schon so oft ausgemalt hatte wie der Leser und auch Lorane ihm begegnen würden. Seine Art gefällt mir, er erinnert mich an Andrew Scott's Moriarty in "Sherlock" ^_^ Ich hoffe das ich einen Antagonisten schaffen konnte, der nicht einfach nur derjenige ist, der die Weltherrschaft will. Ich hasse es, wenn ein Bösewicht keinerlei Hintergrund für ihre Taten haben. Für eine gute Geschichte muss man den Bösen genauso sehr lieben wie den Helden. Es gibt einiges an Backstory und Charakterzügen, die ich bis zu diesem Punkt versteckt halten musste und ich hoffe, dass der Leser ebenso eine überraschende Freude an diesem kapitel haben wird wie ich beim schreiben.

Viel kommt nicht mehr. Das 26. Kapitel wird das Letzte sein, dann folgt nur noch ein Epilog zum Abschluss und damit wäre Die Legende von Alteria beendet. Selbstverständlich wird da noch einiges Überarbeiten auf mich warten, aber dennoch freue ich mich riesig diese Geschichte nach sieben Jahren zu einem ersten Abschluss zu bringen. Und wer weiß? In ein paar Tagen werdet ihr vielleicht einen Eintrag darüber lesen, dass ich das letzte Wort meines Buchs geschrieben habe...