Donnerstag, 30. März 2017

Buchmesse (ohne viele Bücher)

Die Buchmesse war ein voller Erfolg! Auch wenn ich ohne Bücher nach Hause gekommen bin. Dafür aber mit viel Merchandise und einigen Manga ^^ Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, jeder einzelne Tag hat sehr viele (positive) Eindrücke hinterlassen und ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr.

Es ist voll. Es war zwar schon immer voll auf der LBM aber dieses mal sogar noch mehr. Selbst der Donnerstag war für seine Verhältnisse ungewöhnlich stark besucht, was an den vielen Schulklassen liegen könnte. Aber gut. Alles ist besser, als der Samstag. Und am ersten Tag habe ich sogleich mein Highlight gefunden und zwar den BBC Sherlock Manga! Wie ihr vielleicht wisst, bin ich ein großer Sherlock Holmes Fan und von der Serie ebenso. Ich habe den manga vor ein paar Jahren bereits online entdeckte und war überrascht und erfreut ihn jetzt hier in Deutschland zu sehen. Der Stil is wirklich toll und trifft die Charaktere sehr gut und es ist auf jeden Fall ein Muss für jeden Fan der Serie, die Folgen nochmal in diesem Format zu erleben. Hinzu kam dann auch noch der neue Band von Lupus In Fabula, welcher leider der letzte Band der Reihe ist, aber dennoch weiterhin die interessanten Figuren und Storylines gut weiterführt. Hinzu kam dann noch einiger Merchandise von Gotham (yay!) und natürlich, wie immer, einige Buttons für Jacke und Rucksack und Postkarten.









Freitag war es an der Zeit mir mein erstes Cosplay überzustreifen. Nämlich Edward Nygma aus Gotham und es hat mich wirklich unheimlich gefreut, dass Leute mich darin erkannt und Fotos gemacht haben. Auf Instagram findet ihr ein paar Bilder zu meinen Cosplays, schaut da einfach mal rein. An dem Tag haben wir uns auch die Cosplays von Marvel und DC auf der Bühne angesehen und ich war einfach total begeistert. wie viel Arbeit die Leute da reinstecken ist echt unglaublich! Meine DC Freude hat an dem Tag auch übernommen, da ich mir neue Funko-Figuren geholt habe, die ich schon länger im Auge hatte, und dass ich dann natürlich auch noch Oswald Cobblepot aus Gotham gefunden habe, war mein Glück! Ich hab mir auch ein Plüschtier zugelegt (ja, ihr habt richtig gehört) von dem japanischen Spiel Danganronpa. Falls das irgendeiner kennt, bitte sagt mir Bescheid! Durch die Glashalle sind wir auch gelaufen und sind einigen echt tollen Cosplayern begegnet, unter anderem von Fantastic Beasts, Gotham und Love Live.



Und dann kam er. Der gefürchtete Samstag. Es war voll, stickig, voll, eng und voll. Ein typischer Samstag auf der Messe eben. Aber Mein Oswald Cobblepot Cosplay hat wenigstens dabei geholfen mich nicht allzu unwohl zu fühlen und auch die Cosplays, die wir beim großen Wettbewerb gesehen haben, haben da auch sehr gut abgelenkt. Man quetscht sich durch die Mengen und die warme Glashalle, wobei man nicht mal zehn Minuten an einem Stand in Ruhe stehen kann. Na ja, aber so sind sie halt die Samstage. Aber Hauptsache es macht Spaß ^^ Und, dass ich meine Manga holen kann. Jetzt bin ich nämlich endlich auch bei Black Butler wieder auf dem neusten Stand.


Tja und am Sonntag haut man nochmal so sein letztes Geld raus. In einem Jim Moriarty Cosplay kommt das natürlich auch besonders gut an ^^' Aber der Sonntag war ein relativ ruhiger Tag, gut zum ausklingen einer schönen Messe. Wir haben uns am Morgen den neuen One Piece Gold Film angesehen, der mir sehr gut gefallen hat und sind noch ein letztes Mal durch die Hallen geschlendert und die Cosplayer betrachtet. Eine neue Figur hat noch ihren Platz bei mir gefunden und dann sind wir müde, aber glücklich am Abend nach Hause gefahren.


Tja und somit hat die Buchmesse einmal mehr hr Ende gefunden. Es war zwar anstrengend, aber es hat auch unheimlich Spaß gemacht und ich habe echt nette Leute getroffen und tolle Sachen erwerben können. Die Buchmesse ist halt immer ein Erlebnis für sich, dass einem nie langweilig wird. Wer noch ein bisschen mehr hören will, kann sich auch meine Vlog dazu hier ansehen. Ich hoffe ihr anderen Leute hattet auch eine gute Zeit auf der Messe und vielleicht sieht man sich nächstes Jahr dort ^^ 

Dienstag, 21. März 2017

Schreiben, Lesen, Schreiben, Buchmesse, Schreiben

Ich muss sagen, es läuft. Ganz ehrlich, ich komme beim Schreiben in letzter Zeit besser voran, als in den ganzen letzten Monaten. Das liegt wohl daran, dass ich jetzt beim Überarbeiten meines Manuskripts so weit bin, dass ich mein handgeschriebenes Zeug nur noch eintippen muss, weil die Qualität des Geschrieben endlich gut genug ist. Das kommt davon, wenn man acht Jahre braucht, um ein Buch zu schreiben. Der Stil ändert sich und wow! hat sich mein Stil verändert. Ihr wollt nicht die ersten zehn Kapitel meines ersten Manuskripts lesen, damals als ich 12/13 Jahre alt war. Aber gut, besser spätere Entwicklung als gar keine.

Ich hab mir sonst immer vorgenommen mindestens eintausend Wörter am Tag zu schaffen. Wenn ich denn mal meine tägliche Schreib-Routine einhielt. Mittlerweile sind das teilweise bis zu fünftausend Wörter geworden, was mich echt freut. Hier und da überarbeite ich auch schon beim abtippen, weil ich merke, dass ich Tendenzen habe sehr Shakespeare-mäßig zu werden; also sehr ausschweifend und wiederholend in meinen (emotionalen) Beschreibungen, obwohl der Leser schon seit fünf Sätzen verstanden hat worum es denn geht. Deswegen bin ich jetzt schon gezwungen hier und da Abzüge zu machen. Allerdings merke ich auch, dass ich Sachen hinzufüge, weil das Ideen oder Gedanken sind, die ich ich vor drei Jahren noch nicht hatte. Das bezieht meist wieder auf irgendwelche wichtigen Background oder Worldbuilding Details, über die ich mir damals noch keine Gedanken gemacht habe, aber jetzt eine ganz interessante Rolle spielen.

So komm ich dem Ende mit jedem Tag näher und näher. Gute 140 Seiten muss ich noch abtippen, dann steht zumindest mal das ganze Dokument in meinem Computer. Damit wäre dann wenigstens das zweite Manuskript fertig und ich kann mich an wichtigere Überarbeitungen ransetzen, von denen ich jetzt schon weiß, dass die mich zwar nerven werden, aber auch wichtig sind.

Die Extra-Zeit, die ich in meine Schreibereien stecke, gehen beim Lesen allerdings verloren. Ich hab in Februar und März es bisher geschafft nur zwei Bücher zu lesen und einige Mangas. Das Problem ist, dass ich in den Ferien nicht meine täglichen Bahnfahrten habe, in denen ich sonst jeden Morgen lese. Und hier Zuhause beschäftige ich mich meist mit meinen Serien und Filmen oder arbeite an meinem Buch und da bin ich abends zu müde, um nochmal ein Buch zu Hand zur nehmen. Na ja, aber ist ja nicht so, dass ich gar nicht mehr lese. Vor ein paar Tagen hab ich endlich angefangen J.K. Rowlings "A Casual Vacancy" (Ein Plötzlicher Todesfall) zu lesen. Das ist mein erstes Buch von ihr, dass nichts mit Harry Potter zutun hat, worüber ich sehr aufgeregt bin, eben auch weil ich meist gemixte Reviews zu diesem Buch gesehen habe. Ich bin noch nicht sehr weit, dreißig Seiten oder so, aber ich muss sagen, dass es mir wenigstens vom Stil her immer noch genau so gut gefällt, wie Rowlings andere Bücher.

Diese Woche steht auch endlich wieder die Buchmesse in Leipzig an und ich freu mich schon riesig drauf! Ich werde jeden Tag mit ein paar Freunden da sein und wir drängeln uns durch die Massen und versuchen dabei keine Panikattacke zu bekommen. Hat letztes Jahr mit viel Selbstbeherrschung und Augenzu bei mir einigermaßen funktioniert. Was tut man nicht alles für seine geliebte Lektüre? Ich werde die größte Zeit wieder in der Halle 1, also auf der Anime-Convention verbringen, weil das eben mein Bereich ist, da kann ich immer ganz Geek sein. Aber ich denke mal, dass ich auch mal in den anderen hallen rumschauen werden, schließlich gibt es ja einiges zu entdecken. Ich freu mich auch schon drauf wieder im Cosplay unterwegs zu sein, die LBM ist der einzige Ort jedes Jahr, wo ich das mal öffentlich machen kann. Für dieses Jahr stehen Edward Nygma und Oswald Cobblepot aus Gotham und Jim Moriarty aus Sherlock auf dem Plan. Wenn ihr mich sehen solltet, nicht erschrecken oder denken ich wirke anders als sonst. Ich bin zwar ängstlich, aber auf der Buchmesse sind wir ja alle irgendwie gleich drauf, da vereint uns alle die Liebe für Literatur.

Das wird also eine aufregende Woche, aber wenigstens läuft ansonsten alles gut. Ich sollte mich zwar mal wieder mehr meinen Büchern widmen (im Sinne von lesen), doch dass es beim Schreiben so gut vorangeht ist auf jeden Fall echt gut. Wenn ihr da noch mehr zu erfahren wollt, wie es beim Schreiben läuft, checkt einfach mal meinen YouTube-Kanal, da habe ich mit einem neuen Videoprojekt angefangen. Apropos schreiben, da sollte ich mich jetzt mal wieder ranmachen, ich hab heute noch gar nichts für mein Buch gemacht.

Freitag, 24. Februar 2017

Wie läuft's denn eigentlich?

Tja, lang ist's her. Und da denkt man mal, dass Universität doch nicht so einnehmend ist, wie es im ersten Semester noch wirkt. Ja, die Uni hat mich die letzten Monate ziemlich beschäftigt gehalten, zusammen mit persönlichem Bla-Bla und anderen Schreibereien, die momentan etwas wichtiger sind, kommt man leider nicht immer dazu auf seinem eigenen Blog zu schreiben. Ja, ich weiß... mehrere Monate nichts ist auch nicht schön, aber na ja... Besser spät oder ab und zu, als gar nichts, richtig?

Wie gesagt, Uni hält einen ganz schön beschäftigt. Ich musste dieses Semester zwei Essays schreiben, von dem der eine immer noch nicht fertig ist (aber wenigstens in Arbeit). Außerdem gab es dieses Semester einige Klassen, die im Endeffekt doch nicht so toll sind wie gedacht; und da soll man mal meinen American Studies wäre genauso wie Anglistik. *hust* nicht *hust*. Es hat sich auch einmal mehr wieder herausgestellt, dass ich mich einfach nicht mit Linguistik anzufreunden weiß. Ja, ich mag die englische Sprache, aber selbst meine Interesse dafür kann diesen wissenschaftlichen, überkomplexen Wirrwarr, der Linguistik ist, nicht einfacher oder verständlicher machen. Das einzige, was mich hier am Leben erhalten hat, ist das Feld der Sprachgeschichte (weil ich für Geschichte schon immer was übrig hatte), aber der ganze Rest der Sprachwissenschaft... nein, einfach nicht mein Ding. Wenn ich so gut in Wissenschaften in der Schule gewesen wäre,würde ich jetzt keine Sprache studieren, seht ihr das Problem? Na ja, aber wenigstens darf ich mich auch mit Dingen beschäftigen, die mir gefallen. Der Essay, an dem ich derzeit arbeite ist nämlich über Hamlet und wer mich kennt, weiß, dass ich ein absoluter Shakespeare-Freak bin und man mich mit Hamlet immer begeistern kann. Zugegeben, selbst da macht Essay schreiben nicht immer Spaß, aber wenigstens ist es etwas, was mir nicht nach zehn Minuten auf den Geist geht. (Was ein wenig ironisch klingt, weil es in meinem Essay um den Geist in Hamlet geht...)

Ein anderes Highlight, was mich in den Herbst- und Wintermonaten auf Trapp gehalten hat, war das Theater. Ja, ich konnte endlich nach all mal richtig auf der Bühne stehen und schauspielern! Für mich war das ein Traum, der wahr geworden ist und dann auch noch in einem Theaterstück auf englisch! Ich durfte Jason spielen, ein 21jähriger, der sich gern mit Etymologie und Sprachwissenschaft (haha, welch Ironie...) beschäftigt und etwas, na ja, anders ist. Seine Mutter vermutlich nämlich, dass er am Asperger-Syndrom leidet, auch wenn Jason das natürlich verneint. Das war wirklich ein toller Charakter zum spielen, sobald die Leute eben etwas seltsam und anders sind, kann ich sofort eine Verbindung zu ihnen aufbauen und Jasons Geek-Seite hat mir sofort zugesagt. Anfang Dezember hatten meine drei Schauspiel-Partner und ich dann unsere Auftritte und es war wirklich jedes Mal absolut magisch. Das ist eine der tollsten Erfahrungen, die ich bisher in meinem Leben hatte und ich bin froh, dass ich mir dafür die Zeit genommen habe.

Aber wie sieht es denn mit meinen Schreibereien aus? Nun ja, seit ich dem Gotham Fandom beigetreten bin, schreibe ich wieder mal ordentlich FanFiktion und mir vergeht daran nie die Laune, erst recht nicht bei Gotham. Schaut die Serie, wenn ihr sie noch nicht kennt, ich kann euch garantieren, dass nicht nur die Comic Fans daran Gefallen finden werden ^^. Aber natürlich arbeite ich auch weiterhin an meinem Buch und ich muss sagen, dass ich durchaus Fortschritte mache. Ich habe jetzt bald die 90,000 Marke erreicht und würde sagen, dass ich somit in etwa bei der Hälfte bin. Ich stecke noch immer beim Abtippen und den Rewrites, aber wenigstens werden die Überarbeitungen weniger mühsam je weiter ich komme. Ich stelle immer mehr fest, wie sehr ich mich als Schreiber über die Jahre verändert habe. Die Anfänge meines ersten Manuskript schreien förmlich "Das hat ein 12jähriger geschrieben!" und waren sehr, sehr simpel und voller Logikfehler usw. Das hat mir beim überarbeiten der ersten zehn Kapitel einige Arbeit gemacht das auszubügeln und ich werde bestimmt auch noch beim nächsten Manuskript daran feilen müssen. Ich habe mich auch von einem deutlichen under-writer zu einem over-writer entwickelt, ich sehe es jetzt schon kommen: unzählige Worte und Szenen, die ich irgendwann streichen muss, wenn ich mein Buch weiter überarbeite. Aber gut Ding will Weile haben. Wenigstens geht es voran, auch wenn ich es nicht immer schaffe täglich zu schreiben.

Ja, so sieht es also derzeit aus. Tut mir Leid, dass ich hier nicht so viel aktiv bin, aber auf YouTube zumindest gibt es jede Woche neue Videos, also schaut da mal rein. Ich hab die letzten Monate einige interessante Bücher gelesen, die ich auch teilweise vorgestellt habe, vielleicht kennt ihr auch einige davon. Derzeit stecke ich in um die vier oder fünf Bücher, ich sollte mich da echt mal für ein entscheiden und das durchlesen ^^'. Bei Goodreads könnt ihr sehen was genau ich denn mir da grad so antue und wie weit ich da bin. Das war's für dieses Update und hoffen wir mal, dass das nächste nicht erst wieder im Sommer kommt.

Montag, 1. August 2016

Update: Rewrites, Rewrites, Rewrites...

Ich weiß, dass es sehr lange her ist, dass ich gebloggt habe.Und das obwohl ich mir zu Beginn dieses Blogs vorgenommen habe wenigstens aller zwei Wochen oder so hier mal zu posten. Tja, das hat ja super funktioniert... Wenigstens auf meinem YouTube-Kanal hat das regelmäßige Uploaden bisher erstaunlich gut funktioniert, also wenn ihr hier nichts seht, könnt ihr wenigstens dort immer mal reinschauen. Ich dachte mir aber, dass ich euch wenigstens mal up-to-date bringen könnte, denn immerhin wollte ich ja diesen Blog nutzen, um von den Qualen und Problemen des Schreibens zu berichten.

Wenn ihr euch noch an die weit entfernte Vergangenheit des Mais zurückerinnert, werdet ihr vielleicht den Blogpost gelesen haben nachdem ich endlich das erste Manuskript meines Buches beendet habe. Ich war sehr erfreut an diesem Tag, aber nicht für lang, weil mir klar war, dass trotzdem noch sehr viel Arbeit vor mir liegen würde. Und damit hatte ich mehr als recht.

Die vergangenen Wochen saß ich fast jeden Tag an meinem Laptop und habe wie ein Wilder mein ganzes Buch umgeschrieben. Also nicht das ganze. Das dauert noch bis dahin. Aber was ich alles schon umgeschrieben habe ist echt unglaublich. Da kann man mal sehen, was man als Zwölfjähriger zusammenschreibt, wovon die Hälfte im Prinzip komplett rausgehauen werden muss. Manchmal denke ich mir, dass es für einen Zwölfjährigen gar nicht so schlecht geschrieben war, Tatsache ist aber, dass ich jetzt aber sieben Jahre später hier sitze und ich diese ganzen Logik- und Stilfehler ausarbeiten muss.

Ich habe früher sehr simpel geschrieben. Viele Hauptsätze, kurze Sätze, wenig Erklärung und einfach schnell weiter. Die Liebe zum Detail, für Erklärungen und Logik scheine ich erst mit den Jahren zu entwickelt habe. Man sieht das wirklich sehr gut an den Zahlen: im ersten Manuskript bin ich Story-mäßig auf Seite 72. Jetzt in der Überarbeitung auf Seite 170. Aber trotzdem gleiches Kapitel! Ob das jetzt gut oder schlecht ist sei mal dahin gestellt. Man muss auch sagen, dass ich mich vom Under-Writer zum Over-Writer entwickelt habe. Mein erstes Manuskript war zu wenig und wenn ich diese ersten Rewrites durch habe, wird es bestimmt zu viel sein. Und dann heißt es wieder umschreiben.

Arbeitsplatz

Das Positive an der ganzen Sache ist, dass ich wenigstens nicht mehr mit der Story daherkommen muss. Die ist wenigstens endlich festgesetzt und fertig, ich setze jetzt nur noch Erklärungen und Details dazu. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich diese ganzen Rewrites fertig habe, aber zum Glück wird der Schreibstil meines ersten Manuskripts stetig besser, so dass ich bald nur noch abtippen und nicht komplett umschreiben muss.

So sieht's also derzeit aus. Eine Menge zu arbeiten und umzuschreiben, aber wenigstens geht es voran. Ich versuche in nächster Zeit daran zu denken hier mal wieder öfters zu bloggen. Eventuell werde ich ein paar meiner YouTube Videos in schriftliche Form umsetzen, so dass ihr die Tipps auch hier nachlesen könnt. Bis dahin kehre ich zu meinen Rewrites zurück.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Review - Das letzte Einhorn

Das letzte Einhorn ist ein Fantasy-Klassiker. So zumindest war mein Eindruck, als ich mir dieses Buch zugelegt habe und die tollen Beurteilungen darüber gelesen habe. Es gibt auch einen ebenfalls sehr bekannten Animations-Film von dieser Geschichte, welche viele Menschen begeistert. Es ist schon etwas zwei Wochen her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber da ich mal wieder eine Review schreiben wollte, und ich hierzu wahrscheinlich kein Video machen werde, dachte ich mir, dass ich wenigstens hier darüber schreibe.

Wie immer kann ich auch hier nur wieder von der englischen Version her urteilen (wie das Bild unschwer erkennen lässt), jedoch wird das wohl kaum im Weg dieser Rezension stehen und außerdem ist es doch schön solch einen Klassiker im Original zu erfahren.



Hier erstmal kurz der Inhalt: Das Einhorn lebte in einem lilafarbenen Wald und sie lebte ganz allein, also verlässt sie die Sicherheit des verwunschenen Waldes, um die anderen ihrer Art zu finden. Begleitet von dem zerstreuten Zauberer Schmendrick und der unerschütterlichen Molly Grue, lernt das Einhorn alles über die Freuden und Leiden des Lebens und der Liebe, bevor sie ihrem Schicksal in der Burg eines niedergeschlagenen Monarchen begegnet - und die Kreatur konfrontiert, die ihre Art zum Aussterben treiben würde.

Das Buch meiner Ausgabe besitzt 294 Seiten, welche in 14 Kapitel unterteilt sind. Die Schrift war groß und die Story ist relativ schnell erzählt, somit dauert es nicht lange, bis man dieses Buch durch hat.

Das letzte Einhorn liest sich wie ein Märchen. Es is erkennbar, das es versucht nicht unbedingt eins zu sein, jedoch scheitert an der Art seiner Erzählung und Figuren und Thematiken. Die ganze Atmosphäre des Buches erinnert an eine Grimm'sche Erzählung, was nicht als etwas Negatives verstanden werden darf, jedoch fallen manche Charaktere und Storyelemente (wie eine Prophezeiung) eben dieser Märchen-Ähnlichkeit zum Opfer.

Die Charaktere der Story sind ganz nett gestaltet und angenehm zu lesen, besonders Schmendrick und Molly haben mir gefallen. Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass die Entwicklung der Charaktere selbst nicht sehr groß ist. Sie erleben ein Abenteuer, werden davon aber nicht wirklich beeinflusst oder verändert, zumindest hatte ich nicht das Gefühl, dass sich für irgendjemanden, außer dem Einhorn, sich groß etwas geändert hat. Jedoch sind sind die prominenten Aspekte der Charaktere an sich sehr angenehm gestaltet, so dass man dennoch gern die Dialoge und Erzählungen der Figuren liest.

Die Story an sich ist nicht sehr komplex und wie bereits gesagt schnell erzählt. Die Geschichte vollführt den klassischen Bogen des Aufbaus, so dass man vom Tempo her gut voran kommt und es nur wenige Stellen gibt, die irritieren. Große Überraschungen selbst in der Story nicht enthalten, was der Geschichte aber keinen Schaden antut.

Der Schreibstil von Peter S. Beagle ist im allgemeinen angenehm zu lesen, er bringt einen mit gutem Tempo und interessanten Eindrücken durch die Geschichte. Beschreibungen und Eindrücke vor allem sind sehr prominent und toll geschrieben, jedoch hat Beagle die Tendenz sich manchmal etwas in seiner blumigen/metaphorischen Sprache zu verlieren, so dass die Beschreibungen etwas übernommen klingen. An sich stört dies nicht den Lesefluss, nur wird es nach einer Weile sehr auffällig wenn man erneut "weiß wie Meerschaum" liest und ähnliche Beschreibungen.

Das folgende wird wahrscheinlich vielen nicht gefallen, aber ich hab das Gefühl, dass ich es dennoch sagen muss: für mich war es nicht der großartige Fantasy-Klassiker, den ich mir vorgestellt habe. Versteh mich nicht falsch! Das Buch und seine Geschichte sind nicht schlecht, nur hat es mich auch nicht wirklich vom Hocker gerissen. Die Charaktere haben mir gefallen, jedoch hat mir in der Story die Spannung gefehlt, die einen vor Aufregung die Seite weiterblättern lässt. Ich hab das Buch mit dem Gedanken beendet "Ja, war ganz nett.", aber einen größeren bzw. tieferen Eindruck hat es nicht auf mich hinterlassen. Empfehlen würde ich das Buch durchaus, allerdings mit dem Gedanken, dass man nicht immer so viel von einem Klassiker erwarten sollte.

Ich hoffe, dass ich mit dieser Review euer Interesse für Beagle's Das letzte Einhorn wecken konnte. Habt ihr das Buch gelesen? Was denkt ihr darüber? Schreibt's mir in die Kommentare und lasst mich wissen, ob ich die Klassiker-Fans unter euch wütend gemacht habe.